• Der Test reduzierte die Datenunterbrechung bei Zell-Handovers um bis zu 25% im kommerziellen 5G-Netz von AT&T

• Die Handover-Optimierung gewinnt an Bedeutung, da 5G Advanced den Fokus von Geschwindigkeit auf Servicequalität verlagert



Die Fakten

Ericsson, AT&T und MediaTek haben den ersten Feldtest der Low-Latency-Mobility-Technologie von Ericsson im kommerziellen 5G-Netz von AT&T in Nordamerika abgeschlossen. Die Funktion reduziert die Dienstunterbrechung, wenn sich Geräte zwischen Funkzellen bewegen.

Der Test reduzierte die Datenunterbrechung bei Handovers um bis zu 25% im Vergleich zur herkömmlichen Layer-3-Mobilität, so die Unternehmen. Ericsson erklärte, dass die Technologie auf Anwendungen abzielt, die eine unterbrechungsfreie Konnektivität in Bewegung erfordern.

Die Bewertung

Der Test lenkt die Aufmerksamkeit von den Hauptkennzahlen von 5G – Geschwindigkeit und Abdeckung – auf die Verbindungsqualität bei routinemäßiger Mobilität. Die Leistung von Handovers ist für die tatsächliche Erfahrung wichtig: Nutzer bemerken verlorene Pakete bei Zellübergängen stärker als die Spitzenleistung. Für BTW-Leser lohnt es sich, dies zu verfolgen, da Low-Latency Mobility eine softwarebasierte Verbesserung ist, die kein neues Spektrum oder Hardware erfordert und somit eine einfache Skalierung auf bestehender RAN-Infrastruktur ermöglicht.

Dies zeigt, wie Betreiber schrittweise Leistungssteigerungen aus Live-Netzen erzielen, anstatt auf die nächste Generation zu warten.

Ausblick

Man sollte die Unterstützung von MediaTek- und Qualcomm-Chipsätzen im Auge behalten und ob andere US-Betreiber ähnliche Tests durchführen. Die kommerziellen Zeitpläne werden zeigen, ob die Handover-Optimierung zu einer Standardfunktion von 5G Advanced wird oder eine Nischen-Netzverbesserung bleibt.