• Community Fibre hat in London seine ersten Privatkunden-Anschlüsse mit 8,5 Gbit/s installiert
  • Der neue Tarif erhöht die schnellste verfügbare Heim-Geschwindigkeit des Anbieters um 70 Prozent, von 5 Gbit/s

Die Fakten

Community Fibre hat nach eigenen Angaben die ersten Glasfaser-Anschlüsse mit 8,5 Gbit/s für Privathaushalte in London installiert und hebt damit seinen schnellsten Heimdienst von 5 Gbit/s an. Der neue Tarif erhöht die maximale Geschwindigkeit für Privatkunden um 70 Prozent.

Ein Anschluss mit 8,5 Gbit/s bedeutet nicht, dass jedes Gerät in einem Haushalt diese Geschwindigkeit erhält. Router, kabelgebundene Schnittstellen, WLAN-Ausrüstung und die Dienste, mit denen sich Kunden verbinden, können allesamt zu Engpässen werden. Community Fibre hat weder Preise, den ursprünglichen Verfügbarkeitsumfang noch die Kundennachfrage genannt.

Die Bewertung

Community Fibre verkauft 8,5 Gbit/s nicht wirklich als Notwendigkeit. Das Unternehmen zeigt, wie weit es die bereits verlegte Glasfaser ausreizen kann. Die größere Einschränkung liegt im Haushalt selbst: Wenn Kunden keine Router, kabelgebundenen Ports und Geräte für Multi-Gigabit-Geschwindigkeiten haben, wird ein Großteil der zusätzlichen Kapazität sie nie erreichen.

Für BTW-Leser ist die spannende Frage, ob daraus ein echtes Produkt wird und nicht nur eine Schlagzeilengeschwindigkeit. Wenn Community Fibre die Verfügbarkeit ausweitet und Kunden tatsächlich in den Tarif wechseln, hat das Upgrade kommerziellen Wert. Bleibt die Nachfrage gering, sagt 8,5 Gbit/s mehr über die Fähigkeiten des Netzes aus als über das, was Haushalte bereit sind zu kaufen.

Worauf zu achten ist

Auf Preise, eine breitere Verfügbarkeit und die Kundennachfrage achten. Auch Router-Spezifikationen und die Leistung unter realen Bedingungen zeigen, wie viel von der 8,5-Gbit/s-Zugangsgeschwindigkeit bei den Geräten im Haushalt ankommt.