Signal-Briefing / Fallakte

Bitcoin-Verkäufe der deutschen Regierung verursachen Marktrückgang

Im Januar 2024 beschlagnahmte die sächsische Polizei 50.000 Bitcoins im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar. Seit Wochen verkauft Deutschland hunderte Millionen Dollar in Bitcoins.

Bitcoin-Verkäufe der deutschen Regierung verursachen Marktrückgang
KategorieFallakte

Der Bitcoin-Verkauf der deutschen Regierung, der zu einem Marktrückgang führt, wird als Internetinfrastruktur-Institution im Ökosystem der Internetinfrastruktur verfolgt.

SignalfokusMarkt
InhaltstypSignal-Briefing
ThemaMarkt
AuswirkungenMittel
KonfidenzBegrenzte Konfidenz (82%)

Mehrere öffentliche Quellen

BTW Media profiliert den Bitcoin-Verkauf der deutschen Regierung, der zu einem Marktrückgang führt, da veröffentlichte Belege eine Verbindung zu Internetinfrastruktur, Governance, betrieblichen Abhängigkeiten oder Marktsichtbarkeit herstellen.

  • Die deutsche Regierung verkauft seit Wochen über das Bundeskriminalamt (BKA) Hunderte Millionen Dollar in Bitcoins, was zu einem Marktrückgang führt.
  • Der Bitcoin-Preis ist auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024 gefallen, was zu Liquidationen in Höhe von 425 Millionen Dollar führte und eine Debatte darüber auslöste, ob die Regierung Bitcoin als „strategische Reservewährung“ halten sollte.

UNSERE MEINUNG
Im Januar 2024 beschlagnahmte die Polizei des deutschen Bundeslandes Sachsen fast 50.000 Bitcoins im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar auf der inzwischen eingestellten Piraterie-Website Movie2k.to und überwies die Gelder an das Bundeskriminalamt. Seit Wochen verkauft Deutschland Hunderte Millionen Dollar in Bitcoins, ein Schlüsselfaktor für den massiven Ausverkauf der Kryptowährung. Kritiker halten den Bitcoin-Verkauf für kurzsichtig. Mitglieder des deutschen Parlaments sind der Ansicht, dass die Regierung Bitcoin als strategische Reservewährung, ähnlich wie Gold, halten sollte, um sich gegen zukünftige wirtschaftliche Unsicherheiten abzusichern. Die Bitcoin-Liquidation durch die Regierung hat die Anlegerstimmung negativ beeinflusst.
Sylvia Shen, BTW-Journalistin

Was geschah

Seit Wochen verkauft die deutsche Regierung über ein vomBundeskriminalamt(BKA) verwaltetes Wallet Hunderte Millionen Dollar in Bitcoins. Diese erhebliche Liquidation hat eine wesentliche Rolle beim starken Rückgang der Kryptowährungspreise gespielt.

Im Juni verkaufte das BKA 900 Bitcoins, die auf einer nicht mehr existierenden Film-Piraterie-Website beschlagnahmt wurden, im Wert von knapp 52 Millionen US-Dollar am Montag. Letzte Woche versteigerte die Regierung etwa 172 Millionen US-Dollar in Bitcoins. Am Montag verkaufte die deutsche Polizei weitere 2.739 Bitcoins im Wert von 155 Millionen US-Dollar.

Die Regierung begann, ihre Kryptowährungsbestände auf die BörsenBitstamp,CoinbaseundKrakenzu übertragen.

Bei einer großen Transaktion wurden 3.500 Bitcoins anFlow Traders, 200 Bitcoins an Kraken, 400 Bitcoins an Bitstamp und 400 Bitcoins an Coinbase gesendet. Darüber hinaus wurden 700 Bitcoins im Wert von über 38,5 Millionen US-Dollar an das Wallet „139Po“ überwiesen, das bereits Gelder der deutschen Regierung erhalten hatte.

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Warum das wichtig ist

Nach diesen Transaktionen brach der Bitcoin-Preis während des europäischen Handelstages ein und fiel auf 54.278 US-Dollar – den niedrigsten Stand seit Februar 2024, als er bei 61.198 US-Dollar lag.

Dieser Rückgang des Bitcoin-Preises führte zu massiven Liquidationen auf dem gesamten Kryptowährungsmarkt. Daten vonCoinglasszeigen, dass 425 Millionen US-Dollar an gehebelten Positionen liquidiert wurden, darunter 216 Millionen US-Dollar an Long-Liquidationen.

Die Entscheidung Deutschlands, seine Bitcoins zu verkaufen, stößt jedoch auf Kritik.

Joana Cotar, Mitglied des deutschen Bundestages, äußerte letzten Monat in einer Nachricht auf X ihren Widerstand gegen die Bitcoin-Verkäufe der Regierung. Sie argumentierte, dass die Regierung Bitcoin anstatt zu verkaufen als „strategische Reservewährung“ halten sollte.

Cotar erklärte, sie habe an Bundeskanzler Olaf Scholz, Finanzminister Christian Lindner und den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer geschrieben und betont, dass der Bitcoin-Verkauf „nicht nur unklug, sondern kontraproduktiv“ sei.

Für Kryptowährungsinvestoren sind die Bitcoin-Verkäufe in Deutschland nur eines von mehreren Problemen. Die Auszahlung von Milliarden Dollar an die Gläubiger der insolventen PlattformMt. Gox, die 2014 Insolvenz anmeldete, ist ein weiterer Faktor, der auf den Kryptowährungen lastet.

Laut CoinGecko sind etwa 19,7 Millionen Bitcoins im Umlauf, mit einem Wert von 1,1 Billionen US-Dollar. James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, sagte gegenüber CNBC, dass die Verkäufe zwar „relativ geringfügig“ seien, aber dennoch „die Marktstimmung beeinflusst“ und die Sorgen der Anleger verstärkt hätten.

Signalbericht

  • Signal: Bitcoin-Verkäufe der deutschen Regierung verursachen Marktrückgang
  • Region:
  • Marktklasse: Fallakte

Betriebspräsenz

  • Veröffentlichte Quellen sollten die betroffenen Parteien, den Betriebsfußabdruck und die Marktexposition identifizieren, bevor diese Trendkarte als vollständig betrachtet wird.

Marktkontext

  • Operative Relevanz: Mittel
  • Zeithorizont: Nächstes Quartal

Was ansehen?

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