Zusammenfassung

  • Arcep veröffentlichte mehr als 465.000 Messungen aus Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Saint-Barthélemy und Saint-Martin, erhoben von Mai bis Juli 2026.
  • Die Ergebnisse für Réunion und Mayotte folgen später; in Guadeloupe und Martinique wurde 5G erstmals mitgemessen.

Fünf Gebiete stehen auf der veröffentlichten Karte, zwei sitzen noch im Wartezimmer. Am 22. Oktober stellte die französische Telekomaufsicht Arcep die Ergebnisse ihrer Mobilfunkmessungen 2026 in den Antillen und Guayana vor: mehr als 465.000 Messungen aus dem Zeitraum Mai bis Juli. Für Réunion und Mayotte soll eine weitere Veröffentlichung kommen. Ein Datum nennt Arcep nicht.

Die Zahl ist groß. Der geografische Zuschnitt ist mindestens ebenso wichtig. Kommunen, öffentliche Einkäufer und Netzplaner erhalten einen gemeinsamen Nachweis dafür, was Mobilfunkverbindungen in den erfassten Gebieten im Alltag leisten. Ein aktuelles Gesamtbild aller sieben französischen Überseegebiete liegt noch nicht vor.

Die Erhebung kürt nicht einfach den höchsten Geschwindigkeitswert. Sie prüft konkrete Aufgaben: ein zweiminütiges Gespräch ohne hörbare Störung, Sprachqualität, SMS-Zustellung in weniger als zehn Sekunden, Upload und Download, das Laden von Webseiten und die Videoqualität. Die Schwellen von 3, 8 und 30 Mbit/s stehen für unterschiedliche Anforderungen – vom Surfen bis zu Video und kollaborativen Arbeitswerkzeugen. Ein gutes Netz erledigt erst den Alltag; für die Rekordzahl gibt es später einen Pokal.

Auch die Messinstrumente wurden 2026 erweitert. Für alle Tests kamen 5G-fähige Messketten zum Einsatz; Guadeloupe und Martinique wurden erstmals mit 5G erfasst. Die Geräte konnten frei zwischen 2G, 3G, 4G und 5G wechseln. Internet-Telefonie über Messaging-Apps machte 10% der Messungen aus und ergänzte klassische Sprachanrufe.

Das breitere Verfahren macht die Erhebung aktueller, verlangt aber Kontext beim Jahresvergleich. Ändern sich verfügbare Technik, Ort oder Testaufgabe, beschreiben Zahlen aus 2025 und 2026 womöglich nicht dieselbe Erfahrung. Die Kurve kann glatt aussehen, obwohl das Maßband gewechselt hat.

Zwei Belegebenen sind ebenfalls auseinanderzuhalten. Ein Feldtest hält fest, was eine Verbindung zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort tatsächlich getan hat. Eine Abdeckungskarte basiert auf modellierten Prognosen aus Netzdaten. Arcep prüfte die Zuverlässigkeit neuer, detaillierter 4G-Karten und berichtet von lokalen Korrekturen. Für Beschaffung und Planung muss klar sein, ob ein Kartenpunkt eine Prognose oder eine Messung zeigt.

Die geografische Lücke ist eindeutig: Für fünf Gebiete liegen Ergebnisse vor, zwei fehlen noch. Es fehlen das Veröffentlichungsdatum und der Messzeitraum für Réunion und Mayotte. Solange diese Daten ausstehen, beginnt jeder Vergleich für Beschaffung oder Investitionen im gesamten französischen Überseegebiet mit zwei leeren Feldern.

Arcep stellt Ergebnisse und Kampagnendaten öffentlich bereit. Der nächste sinnvolle Schritt passt in einen Kalender: die beiden übrigen Gebiete mit Datum, Umfang und Methode veröffentlichen. Ein belastbarer Vergleich wächst Gebiet für Gebiet; Optimismus füllt die letzten zwei Felder nicht aus.

Quellen