Zusammenfassung

  • APRICOT 2027 setzt den 25. Januar als letzte Einreichfrist, vergibt Rednerplätze aber nach Eingang; die meisten sollen deutlich früher besetzt sein.
  • Für Vorträge und Tutorials sind schon bei der Bewerbung PDF-Folien nötig. Das Programmkomitee darf einige Plätze für besonders aktuelle oder betrieblich wichtige Beiträge zurückhalten.

Eine Frist kann pünktlich sein und trotzdem zu spät kommen. Laut Ausschreibung für APRICOT 2027 endet die Einreichung am 25. Januar. Die Plätze werden jedoch in der Reihenfolge des Eingangs vergeben, ausdrücklich unabhängig von der veröffentlichten Frist. Das Komitee rechnet damit, dass die meisten Rednerplätze lange vorher vergeben sind. Das Datum bezeichnet das Ende des Verfahrens; über die realistische Chance auf einen Auftritt entscheidet ein früherer Moment.

Die Ausschreibung begann am 27. Oktober. Die Konferenzsitzungen in Hongkong finden vom 1. bis 3. März statt, das endgültige Programm soll am 8. Februar erscheinen. Gesucht werden praktische Beiträge zum Betrieb des Internets, von technischen Vorträgen und Tutorials bis zu Panels und informellen Gesprächsrunden. Drei Tage Programm lassen sich nicht beliebig verlängern. Wer früh ein prüfbares Angebot macht, kommt auf einen Spielplan, der sich bereits während der Ausschreibung füllt.

Prüfbar heißt hier: Folien beilegen. Ein Vortrag oder Tutorial ohne Entwurf wird sofort abgelehnt. Auch der Entwurf muss als PDF eingereicht werden; unfertige Arbeit genügt, wenn sie Inhalt und Richtung erkennen lässt. Die offizielle FAQ beschreibt ein ehrenamtliches Programmkomitee aus der regionalen Netzbetriebsgemeinschaft. Es begutachtet laufend, tagt wöchentlich und teilt Entscheidungen meist binnen zwei bis vier Wochen mit. Der bloße Geistesblitz hat in dieser Warteschlange keine Startnummer.

Für späte Überraschungen bleibt ein kleiner Vorrat. Das Komitee kann eine begrenzte Zahl von Plätzen bis zur Frist für außergewöhnlich aktuelle, wichtige oder betrieblich entscheidende Themen reservieren. Wie groß dieser Vorrat ist und wie viele Plätze schon vergeben sind, steht nicht in der Ausschreibung. Für einen späten Bewerber zählen daher zwei Dinge: verbleibender Raum und die Bewertung des Komitees, ob sein Thema eine Ausnahme verdient.

Hinzu kommt die Reise. Die Ausschreibung für 2027 schließt Fernvorträge aus. Angenommene Hauptredner erhalten laut FAQ eine Konferenzregistrierung, müssen Anreise und Unterkunft aber selbst finanzieren. Ein überzeugender Erfahrungsbericht aus dem Netzbetrieb braucht somit früh fertige Folien und einen Weg nach Hongkong.