Zusammenfassung

  • Communications Solutions erzielte im dritten Quartal 6,583 Milliarden Dollar Umsatz, 99 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut Amphenol entfallen 51 Wachstumspunkte auf das bestehende Geschäft, 48 auf Akquisitionen und ungefähr einer auf Währungen.
  • Die Sparte lieferte rund 81 Prozent des gesamten Umsatzanstiegs im Konzern. Konzernaufträge über 12,2 Milliarden Dollar wurden ohne Aufschlüsselung nach Sparten veröffentlicht.

Ein großer Balken, zwei verschiedene Geschäfte

Amphenols bei der SEC hinterlegte Ergebnisanlage zerlegt die schöne Kurve. Communications Solutions steigerte den Quartalsumsatz von 3,3095 auf 6,583 Milliarden Dollar. Von den 99 Prozent Zuwachs stammen 51 Prozentpunkte aus organischem Wachstum und 48 aus Zukäufen. Währungen steuern etwa einen Punkt bei; gerundete Werte müssen sich nicht exakt zum ausgewiesenen Gesamtwert addieren. Das Stammgeschäft liefert ein außergewöhnliches Ergebnis. Doch der Kauf von Unternehmen liefert fast ebenso viel Schub.

In Dollar wuchs die Sparte um 3,2735 Milliarden. Der Konzern legte insgesamt um 4,0353 Milliarden zu. Damit kommen ungefähr vier Fünftel des zusätzlichen Umsatzes aus der Kommunikationstechnik. Ihr Anteil am Konzernumsatz stieg von etwa 53 auf 64 Prozent. Konzernweit erklärt Amphenol 37 Punkte des gemeldeten Wachstums von 65 Prozent mit organischen Verkäufen und 28 mit Zukäufen; der Währungseffekt rundet sich auf null.

Die Führung spricht von außergewöhnlichem organischem Wachstum in der IT-Datenkommunikation. Eine eigene Umsatzzahl für dieses Geschäft liefert die Mitteilung nicht. Für ein erworbenes Geschäft wurde die erwartete Jahresumsatzsumme dagegen von 4,6 auf 5,1 Milliarden Dollar angehoben. Diese Prognose belegt die Größe des gekauften Geschäfts, nicht den organischen Anteil der Rechenzentrumsnachfrage.

Die Bestellungen des Konzerns erreichten 12,2 Milliarden Dollar; das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz liegt bei 1,19. Das ist eine kräftige Nachfrageanzeige. Ohne Bestellzahlen für Communications Solutions und ohne Trennung von alten und erworbenen Betrieben bleibt offen, welcher Teil der neuen Arbeit welchen Wachstumsmotor füttert. Spätestens wenn die Übernahmen im Vorjahresvergleich mitgezählt werden, entscheidet genau diese Trennung über die Haltbarkeit der Kurve.

Quellen