Zusammenfassung
- Am 1. November 2025 waren 183.829 von 196.950 aktiven Atlas-Messungen nutzerdefiniert. Ihr Anteil an den Ergebnissen lag bei etwa 12,7 Prozent.
- Die 12.898 Anker-Messungen erzeugten 1.078,06 Millionen von insgesamt 1.523 Millionen Ergebnissen. Wer nur Definitionen zählt, übersieht die schwere Datenarbeit.
Das Verzeichnis der Messungen zeigt eine klare Mehrheit: 93,3 Prozent der Definitionen wurden von Nutzern erstellt. Yevheniya Nosyk und ihre Mitwirkenden haben in ihrer RIPE-Labs-Analyse eine zweite Spalte daneben gestellt. Qasim Lone, Robert Kisteleki, Andrzej Duda, Maciej Korczynski und Malte Tashiro sind als Beitragende genannt. Die Nutzer-Messungen erzeugten 193,16 Millionen Ergebnisse. Der kleine Block der Anker-Messungen lieferte dagegen 1.078,06 Millionen.
Dieser Block stellte nur 6,5 Prozent der Definitionen, aber 70,8 Prozent der Ergebniszeilen und 910,19 der insgesamt 1.268,9 GB Rohdaten. Die gerade einmal 223 eingebauten Messungen produzierten weitere 251,83 Millionen Ergebnisse. Einzelne eingebaute Tests laufen bis zu alle vier Minuten auf verbundenen Sonden. Eine Zeile in der Planung kann also millionenfachen Ausstoß nach sich ziehen.
Das Datum war gewählt, nicht zufällig. Von Juli 2025 bis Januar 2026 schwankte die Zahl verbundener Sonden meist zwischen 13.300 und 14.400 pro Tag; laufende Messungen reichten von 46.000 bis 382.000. Der 1. November lag für beide Größen nahe am Median. An diesem Tag waren 13.248 Sonden und 920 Anker verbunden. Anker-Messungen umfassen ein Netz zwischen den Ankern und eine Teilmenge gewöhnlicher Sonden. Die 70,8 Prozent gehören zur Ergebniskategorie; sie beziffern weder die alleinige Rechenlast der Ankergeräte noch Internetverkehr.
Auch die Geografie spricht gegen einen einzigen Erfolgszähler. In 183 Ländern standen Geräte, doch Deutschland und die Vereinigten Staaten beherbergten zusammen 28,5 Prozent davon. 34 Länder hatten nur ein Gerät. Eine Milliarde zusätzliche Ergebnisse aus vorhandenen Standorten schafft dort keinen zweiten Blickwinkel. Nosyk ist laut RIPE NCC auch Mitvorsitzende der DNS-Arbeitsgruppe. Die Frage nach Beobachtungsorten gehört zu jeder Aussage über Reichweite.
81,29 Prozent der nutzerdefinierten Messungen waren einmalige Tests. Die Autoren empfehlen, vorhandene Messungen zuerst zu suchen, wiederholte Einmalaufträge durch dauerhafte Messungen zu ersetzen und freiwillige Sondenbetreiber nicht durch sensible Ziele zu gefährden. Die offizielle Atlas-Dokumentation zu Credits erklärt Anreize und Verbrauch, aber nicht die tatsächlichen Kosten für Rechenzeit, Netz und Hosting. Ein Ressourcenbericht je Messklasse würde zeigen, welche betriebliche Last hinter den knapp 1,3 TB steht.
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