Zusammenfassung
- Ein HTML-5.1-Entwurf des W3C von Mai 2013 beschrieb
dialog,showModal(), einen Dialogstapel, die oberste Ebene und ein gesperrtes Dokument. Das Kapitel zur Nutzerinteraktion machte den Bereich außerhalb des modalen Dialogs inaktiv. - Die HTML5-Kandidatenempfehlung von 2014 und die HTML-5.2-Empfehlung von 2017 führten diese Aufgabenteilung fort. Der heutige HTML-Standard regelt Fokus und Schließwünsche ausführlicher.
Für eine Löschbestätigung reicht auf den ersten Blick ein Rechteck mit zwei Knöpfen. Dazu etwas Schatten, ein dunkler Schleier über der Zeitung und vielleicht eine Animation. Doch die Frage lautet nicht nur, was obenauf liegt. Wohin führt die Tastatur? Welche Bedienelemente erreicht ein Screenreader? Darf der Link hinter dem Schleier noch reagieren? Wer hier bloß an der Farbe dreht, streicht eine offene Tür in einem besonders überzeugenden Grau an.
Der HTML-5.1-Entwurf vom 28. Mai 2013 beschrieb dialog als Ort für eine Aufgabe innerhalb einer Anwendung. show() öffnete einen gewöhnlichen Dialog. showModal() hob ihn auf die oberste Ebene, setzte ihn auf einen vom Dokument geführten Stapel und sperrte das Dokument. Damit wurde der Browser zum Türsteher für die gerade laufende Unterhaltung. Die Seite durfte weiterhin festlegen, worüber gesprochen wird.
Was „sperren“ bedeutete, stand im Kapitel zur Nutzerinteraktion desselben Entwurfs: Knoten außerhalb des modalen Dialogs wurden inaktiv. Der verdunkelte Hintergrund und die tatsächliche Bedienung erzählten dieselbe Geschichte. Vorher konnte jede Website versuchen, dieses Verhalten mit eigenen Tastaturfallen nachzubauen. Der Entwurf machte aus der Grenze eine Aufgabe des Browsers. Das war weniger glamourös als ein neuer Schatteneffekt und wesentlich nützlicher.
Zum Dienst gehörten Anfang und Ende des Gesprächs. Der Text von 2013 sah autofocus für den ersten Zielpunkt vor, eine Abbruchanfrage an den obersten Dialog und einen Rückgabewert über close() und returnValue. Bei der Frage nach gespeicherten Artikeln weiß die Anwendung, ob gelöscht werden soll. Der Browser kümmert sich darum, dass das Fenster geordnet verschwindet. Ein Druck auf Escape sollte dem Leser einen Ausgang zeigen, nicht eine zweite Prüfung auferlegen.
Die HTML5-Kandidatenempfehlung vom Februar 2014 behielt Stapel, oberste Ebene und Regeln für Abbruch und Schließen. Die HTML-5.2-Empfehlung vom Dezember 2017 beschrieb Dialog-Fokusschritte. Die Jahreszahlen markieren Textfassungen der Standards; sie sind kein Fahrplan, an dem alle Browser gleichzeitig angekommen wären. Die Dokumente zeigen vielmehr, dass Modalität als gemeinsame Verhaltensaufgabe verstanden wurde.
Zwischen show() und showModal() liegt eine Höflichkeitsregel. Ein kleines Inspektionsfenster darf offen bleiben, während man weiterliest. Eine Löschbestätigung beansprucht für einen Moment die ganze Aufmerksamkeit. Beide können gleich aussehen; nur bei der zweiten hält der Browser die übrigen Türen zu. Der Autor entscheidet, ob diese Unterbrechung wirklich nötig ist. Wer für jeden Newsletter-Hinweis den großen Auftritt wählt, kann die Verantwortung nicht an den Standard abschieben.
Der heutige HTML-Standard führt Fokus, Schließanfragen und Rückgabewerte genauer aus. Er enthält auch die jüngeren Werkzeuge requestClose() und closedby; sie gehören nicht in den Entwurf von 2013 zurückdatiert. Über alle Fassungen hinweg bleibt die menschliche Frage erstaunlich konstant: Wer lässt den Leser in ein Gespräch hinein, und wer bringt ihn danach wieder an die Stelle zurück, an der er war?
Ein guter Türsteher hält die anderen Besucher kurz auf und macht danach den Weg frei. Der Artikel hinter dem Fenster sollte schließlich immer noch lesenswert sein.
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