Zusammenfassung
- MidWave Wireless hat am 10. September Wavsys als Partner für Standortbeschaffung und Bau von Project Fortis in einem Gebiet mit 18 US-Märkten vorgestellt.
- Selbstorganisierte lokale Kommunikation ersetzt weder feste Standorte noch eine Verbindung zu entfernten Anwendungen. Vertragswert und einzelne Abnahmen wurden nicht veröffentlicht.
Wer einen Funkstandort betreten darf, entscheidet kein selbstorganisierendes Netz. Für Project Fortis ist diese unscheinbare Frage wirtschaftlich bedeutsam. MidWave Wireless benennt in seiner Mitteilung vom 10. September Wavsys als Partner für Standortbeschaffung und Bau. Planung und Ausführung sollen im Professional-Services-Modell einen einheitlichen Verantwortungsbereich bilden. Damit erhält die physische Umsetzung einen konkreten Ansprechpartner. Die aktuelle Mitteilung
Der Projektstart liegt früher. Am 20. Juli hatte MidWave die Einführung von Project Fortis angekündigt und TrellisWare Technologies als grundlegenden Anbieter für Funkgeräte und mobile Ad-hoc-Vernetzung, kurz MANET, ausgewählt. Bereits damals war von Aufbau und schrittweiser Inbetriebnahme in 18 Märkten die Rede. Die erneute Zahl im September belegt also keine Erweiterung um 18 Märkte. Sie dokumentiert auch keine abgeschlossene Abnahme sämtlicher Anlagen. Die Ankündigung vom Juli
MidWave beschreibt landesweite Frequenzressourcen bei 1,4 GHz und regionale bei 1,7 GHz. Das ist eine Darstellung des Betreibers, keine unabhängige Prüfung der Lizenzen oder Messung der tatsächlich verfügbaren Funkversorgung. Ein Nutzungsrecht für Frequenzen muss erst durch Standorte, Ausrüstung und Betrieb in eine nutzbare Leistung überführt werden. Wie viele Standorte dazugehören, was der Vertrag kostet und wann einzelne Märkte abgenommen werden, bleibt offen.
Die Architektur erklärt, weshalb Standortbau und lokale Autonomie zusammenpassen. Nach Darstellung von MidWave können teilnehmende Funkgeräte untereinander ein lokales Netz bilden. Feste Infrastruktur schafft zusätzliche Ankerpunkte und ermöglicht bei Bedarf eine IP-Anbindung nach außen. Sind solche Verbindungen verfügbar, kann das System mit Betreiber- oder Cloud-Netzen zusammenarbeiten. Fallen sie weg, bedeutet die fortgesetzte lokale Kommunikation jedoch nicht, dass entfernte Anwendungen erreichbar bleiben. Fortis wird als Ergänzung zu LTE und 5G beschrieben. Die Plattformbeschreibung
Für Wavsys liegt das Geschäft in dieser Umsetzungsschicht. Die allgemeine Leistungsbeschreibung des Unternehmens richtet Projekte an kundenspezifischen Meilensteinen aus und verbindet eigene Teams, bedarfsgerecht erweiterbares Personal und digitale Projektsteuerung. Daraus lässt sich das angebotene Organisationsmodell verstehen, nicht aber ein konkreter Fortis-Terminplan, eine Kosteneinsparung oder eine Wartungspflicht ableiten. Das Dienstleistungsmodell
Auch die genannten Einsatzbereiche – öffentliche Sicherheit, Versorger, Verkehr und Industrie – sind nicht mit identifizierten zahlenden Kunden gleichzusetzen. Die September-Mitteilung macht einen Teil der Lieferverantwortung sichtbar. Über den finanziellen Umfang und die Pflichten nach der Übergabe sagt sie deutlich weniger.
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