- Die US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard kritisiert die britischen Forderungen, dass Apple eine Hintertür für verschlüsselte iCloud-Daten einrichtet.
- Apple nimmt die Funktion zum erweiterten Datenschutz vom britischen Markt als Reaktion auf die Anordnung der britischen Regierung.
Was geschah: Die britische Forderung und Apples Antwort
Die britische Regierung soll eine geheime Anordnung gemäß dem Investigatory Powers Act (IPA) von 2016 erlassen haben, die Apple verlangt, eine Hintertür für seinen verschlüsselten iCloud-Dienst zu schaffen. Dies würde es den britischen Behörden ermöglichen, auf die in iCloud gespeicherten Benutzerdaten zuzugreifen, einschließlich der Daten von Nutzern außerhalb des Vereinigten Königreichs. Als Reaktion darauf hat Apple seine Funktion zum erweiterten Datenschutz (ADP) vom britischen Markt genommen. ADP bietet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iCloud-Backups und stellt sicher, dass nur die Nutzer auf ihre Daten zugreifen können.
Apples Entscheidung, diese Funktion zurückzuziehen, hat Bedenken hinsichtlich der britischen Herangehensweise an Datenschutz und Datensicherheit geweckt.
Die US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard hat ihre tiefe Besorgnis über die britische Forderung geäußert und sie als „klaren und eklatanten Verstoß gegen die Privatsphäre und die bürgerlichen Freiheiten der Amerikaner" bezeichnet. Gabbard forderte eine rechtliche Prüfung, um festzustellen, ob die britische Anordnung gegen das bilaterale Cloud Act-Abkommen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich verstößt. Das Cloud Act soll die Privatsphärenrechte der Bürger schützen und gleichzeitig regeln, wie Regierungen grenzüberschreitend Daten anfordern können.
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Warum das wichtig ist
Die britische Forderung nach einer Hintertür in Apples Verschlüsselung unterstreicht die anhaltende Debatte zwischen nationaler Sicherheit und individueller Privatsphäre. Während die britische Regierung argumentiert, dass solche Maßnahmen für die Strafverfolgung und Sicherheitsermittlungen notwendig seien, warnen Kritiker, dass Hintertüren die Gesamtsicherheit schwächen und von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnten.
Apple hat sich historisch gegen die Schaffung von Hintertüren in der Verschlüsselung ausgesprochen und auf das erhöhte Risiko von Computersicherheitslücken hingewiesen. Die Beteiligung der USA durch das Cloud Act unterstreicht die internationalen Auswirkungen dieses Themas, da es nicht nur britische Staatsbürger betrifft, sondern auch Amerikaner, deren Daten möglicherweise über diese Hintertüren eingesehen werden könnten.

