Zusammenfassung

  • RFC 1283 bildete SNMP experimentell auf den verbindungslosen CLTS und den verbindungsorientierten COTS ab. COTS verlangte Aufbau, eine oder mehrere Nachrichten und anschließende Freigabe.
  • Der Initiator durfte weder dieselbe Verbindung als Antwortweg verlangen noch ihr Zuverlässigkeit für SNMP zuschreiben. Timeout, Wiederholung und Abbruch blieben Aufgabe der Anwendung.
  • RFC 1418 strich später COTS und behielt CLTS für Umgebungen ohne UDP. Der Dokumentwechsel beweist nicht die gleichzeitige Entfernung jeder Implementierung.

Die Revision bewahrte Erfahrung, keinen Universalerfolg

RFC 1161 beschrieb im Juni 1990 einen experimentellen Weg für SNMP über OSI-Transporte. Er war kein Internetstandard und stellte eine spätere Revision nur nach Experimenten und hinreichendem Konsens in Aussicht.

RFC 1283 löste ihn im Dezember 1991 ab und blieb Experimental. Der Herausgeber nannte Betriebserfahrung als Grund der Änderungen. Das belegt Lernen im Text, nicht das Ergebnis eines bestimmten Netzes.

SNMP war in TCP/IP-Netzen verbreitet, während Standorte OSI-Fähigkeiten erwarben. Die Zuordnung sollte diese Managementinvestition wiederverwenden und band SNMP direkt an OSI-Transportdienste.

CLTS hielt am Paketmodell fest

CLTS ähnelte UDP: Pakete trugen vollständige Adressinformation. Eine Transportadresse verband Netzadresse und Selector. OSI nutzte hier keine Internet-Ports, sondern lokal bedeutsame opaque octets. RFC 1283 koordinierte snmp und snmp-trap über CLNP.

Der Selector wählte einen lokalen Dienst. Er authentifizierte keinen Manager, genehmigte kein Set und bestätigte keine Variable. Zustellung war nicht Befugnis.

COTS fügte eine Association hinzu, kein Ergebnis

Da SNMP keine bestehende Verbindung voraussetzte, definierte COTS: Verbindung aufbauen, eine oder mehrere SNMP-Nachrichten senden, Verbindung freigeben.

Sie konnte vor dem Aufbau scheitern, ohne vollständige Anfrage offenstehen oder nach Byteannahme vor einer Anwendungsantwort schließen. Established bestätigte nur den Transportzustand, nicht Decodierung, Zugriff, Lesen, Set oder Ergebnis.

RFC 1283 verlangte auch nicht, dass die Antwort auf derselben Verbindung zurückkam. Sendete der Responder dort SNMP, mussten es Antworten auf dort empfangene Anfragen sein. Das war eine bedingte Zuordnung, kein ausschließlicher Rückweg. Schweigen bewies keine fehlende Antwort anderswo.

Idealerweise schloss der Initiator; bei Ressourcenknappheit durfte der Responder schließen. Die Dauer war implementation-specific und dynamisch zu wählen. Ein Close konnte Policy, Druck, Leerlauf oder Fehler bedeuten, nicht allein das SNMP-Ergebnis.

Das Transport-ACK endete vor der Anwendung

RFC 1283 untersagte, Zuverlässigkeit aus der Verbindung abzuleiten. Retransmission blieb bei der SNMP-Anwendung.

RFC 1270 erklärte: Ein Transport-ACK bedeutete nicht zwingend Zustellung an den Zielprozess. SNMP brauchte weiterhin eigene Timeouts und Wiederholungen, um den Empfang durch SNMP-Software festzustellen.

Transportzuverlässigkeit konnte Bytes schützen. Der Abschluss einer Managementoperation brauchte eine korrelierte Antwort. Auch sie blieb ein Bericht des Agenten, kein automatischer Beweis des realen Netzzustands.

Drei Verbindungsstrategien führten drei Kosten ein

RFC 1270 verglich dauerhafte Verbindungen zu allen Objekten, Aufbau pro Operation und einen begrenzten Pool mit Ersetzung. Dauerverbindungen verbrauchten viele Records und möglicherweise Keepalives. Pro-Operation-Verbindungen wiederholten Aufbau, Ende und TIME-WAIT. Der Pool brauchte Nutzungsdaten und einen Algorithmus und näherte sich bei vielen Agenten dem zweiten Modell.

Wer wann schloss und wie eine späte Antwort behandelt wurde, war nun eine eigene Kontrollfläche. Stateful Transport beseitigte das Ledger nicht; er ergänzte eines.

1993 blieb nur CLTS

RFC 1418 erklärte RFC 1161 und RFC 1283 im März 1993 für obsolet. Er behielt nur die verbindungslose OSI-Zuordnung für Umgebungen ohne UDP und verlangte keine Mehrfachzuordnung pro Agent.

CLTS konnte auf einem verbindungslosen oder verbindungsorientierten Netzdienst beruhen. Unterschiedliche Selector machten die Fälle sichtbar. Eine Verbindung in der unteren Schicht änderte den für SNMP angebotenen Transportvertrag nicht.

Quellen und Grenzen

Verwendet werden RFC 1161, RFC 1270, RFC 1283 und RFC 1418. Sie belegen Regeln und Dokumentgeschichte, nicht heutige Implementierung, Identität, Autorisierung, beobachtete Verbindung, Anfrage, Antwort, Retry, Ausfall oder Ergebnis. Sicherheitsfragen werden nicht behandelt.