Zusammenfassung
- Der RFC 1843 vom August 1995 beschrieb HZ als Sieben-Bit-Format für gemischten ASCII- und GB2312-Text.
~{öffnete den GB-Modus,~}führte zu ASCII zurück und~~ergab eine wörtliche Tilde. - Der Grunddecoder las einen Strom ohne Zeilenlängenregel. Für Programme wie
moreempfahl der RFC gesondert, dass Encoder physische Zeilen unter 80 Zeichen hielten und einen GB-Abschnitt vor der Fortsetzung auf der nächsten Zeile schlossen.
Ein Satzzeichen stellte die Weiche
In einer ASCII-geprägten Umgebung hatte ein druckbares Byte bereits eine vertraute Bedeutung. Chinesische Zeichen benötigten in den damaligen Codes zwei Byte, und die Rechner speicherten sie intern nicht überall gleich. Fung Fung Lees HZ-Beschreibung wählte GB2312 als gemeinsames Repertoire für den Austausch gemischter Texte über Sieben-Bit-Wege, darunter elektronische Post. Die Veröffentlichung als RFC stammt von 1995. Der Abstract erklärt, der Inhalt sei mit einem Aufsatz von Lee vom September 1989 identisch. Die Idee war älter als ihre RFC-Nummer.
Ein HZ-Leser begann im ASCII-Modus. Gewöhnliche Zeichen blieben dort erhalten, bis eine Tilde auftauchte. ~~ meinte das Zeichen selbst, ~{ wechselte zu GB, und Tilde unmittelbar gefolgt von Zeilenvorschub markierte eine beim Decodieren verschwindende Fortsetzung. Im GB-Modus las der Rechner Bytepaare, bis ~} ihn zu ASCII zurückführte. Der Wert eines Bytes bekam seinen Sinn aus dem jeweils aktiven Modus. Der Decoder musste sich merken, auf welchem Gleis er fuhr.
Die Wahl der Tilde war rechnerisch sauber. Laut RFC reicht das erste Byte eines GB-Zeichens hexadezimal von $21 bis $77, das zweite von $21 bis $7E. Druckbares ASCII liegt zum Teil auf denselben Werten. Die Tilde hat den Wert $7E und liegt damit außerhalb des zulässigen ersten GB-Bytes. Sie konnte den Wechsel anzeigen, ohne als Anfang eines gewöhnlichen chinesischen Zeichens gelesen zu werden. Aus einer unscheinbaren Taste wurde ein Schrankenwärter für den Datenstrom.
Der ASCII-Teil blieb gut sichtbar. Abgesehen von Tilden, die doppelt geschrieben werden mussten, erschienen englische Zeichen unverändert. Eine Datei mit ausschließlich ASCII und ohne Tilde sah exakt wie eine gewöhnliche ASCII-Datei aus. Ein englischer Satz konnte eine chinesische Passage aufnehmen und danach weiterlaufen. HZ war für diese beliebige Mischung gedacht, nicht für einen einzigen großen Block versteckter Zeichen. Ein kleiner Zustandswechsel ordnete die Lesart jeweils dort, wo sie gebraucht wurde.
Dann kamen die Zeilenenden. Tilde plus Zeilenvorschub wurde verbraucht, ohne im decodierten Text ein Zeichen zu erzeugen. Ein Sender konnte dadurch eine lange physische Zeile falten und den Text trotzdem zusammenhängend lassen. Der RFC 1843 beschrieb seinen Basisdecoder ausdrücklich als stromorientiert. Die Datei durfte aus einer einzigen langen Zeile bestehen oder ganz ohne Zeilenwechsel auskommen. Der Decoder musste nur den aktuellen Modus kennen und höchstens ein Zeichen vorausschauen.
Menschen benutzten allerdings Pager und Terminals. Für Unix-Werkzeuge wie more empfahl Lee, dass Encoder physische Zeilen kürzer als 80 Zeichen anlegten. Traf das Zeilenende einen GB-Abschnitt, ließ sich der Abschnitt mit ~} schließen, mit Tilde und Zeilenvorschub fortsetzen und in der neuen Zeile mit ~{ wieder öffnen. Ein paar zusätzliche Bytes kauften eine handlichere Anzeige. Die Beispiele im RFC zeigen unterschiedliche Anordnungen, aus denen derselbe decodierte Text entsteht.
Diese Zeilenbreite nannte das Dokument einen Stil oberhalb des HZ-Formats. Der Decoder brauchte für eine lange Datei keinen anderen Bauplan als für eine pagerfreundlich gefaltete Datei. Die Entscheidung lag beim Encoder, der sein Werkzeug und sein Publikum kannte. Lee erwähnte auch, dass ein bekannter Modus das Rückwärtslesen des Stroms erleichtert, etwa wenn ein Terminalemulator Rückschritte verarbeiten soll. HZ sollte Text sowohl transportieren als auch während des Schreibens und Lesens brauchbar halten.
Der RFC 1922 von 1996 behandelte chinesische Internetnachrichten mit ISO-2022-CN und einer anderen Grammatik für Bezeichnungen und Zustandswechsel je Zeile. HZ hatte seine eigene, sparsame Idee: zwei Modi, eine Tilde und ein optionaler Zeilenstil, der das gemeinsame Lesegesetz nicht vergrößerte. Der Weg war nur sieben Bit breit. Gerade deshalb lohnte es sich, den Fahrplan auf ein kleines Schild zu schreiben.
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