Zusammenfassung
- Seit dem 1. Januar 2025 berechnet APNIC Gebühren für ASNs jenseits der ersten beiden eines Kontos. Laut Ratsprotokoll fehlten experimentelle ASNs in der Tabelle; Sumon Ahmed Sabir beantragte Beschluss 2025-07, den der Rat einstimmig fasste.
- Die geltende Ordnung nimmt geeignete experimentelle ASNs sowohl von 500 australischen Dollar Zuweisungsgebühr als auch von 100 australischen Dollar jährlich aus. Die veröffentlichten Voraussetzungen für Experimente gelten weiter.
Die Lücke bekam plötzlich einen Preis
Eine AS-Nummer kennzeichnet ein autonomes System im Internet-Routing. Nach APNICs Gebührentabelle sind die ersten beiden ASNs eines Kontos von ASN-Gebühren frei. Für eine weitere neue Nummer fallen 500 australische Dollar bei der Zuweisung an; für jede zusätzliche gehaltene Nummer folgen 100 Dollar pro Jahr. Die Regel gilt seit Januar 2025. Ein Versuch, für den eine Nummer benötigt wird, geriet damit an eine Schnittstelle von Preisliste und Forschungspolitik.
Das Protokoll vom 22. Februar 2025 beschreibt den Fehler nüchtern. Experimentelle IPv4- und IPv6-Zuweisungen waren schon von der Jahresgebührenberechnung ausgenommen. Bei ASNs stand kein entsprechender Satz, weil ASNs zuvor überhaupt nichts kosteten. Vivek Nigam erläuterte das Versäumnis und empfahl eine Änderung. Sabir stellte den Antrag zu Beschluss 2025-07; Roopinder Singh Perhar unterstützte ihn. Der Rat stimmte einstimmig zu.
Der Beschluss verlangte eine Gebührenfreiheit für experimentelle ASNs nach APNICs Ressourcenpolitik. In der heutigen Fassung findet sich die Ausnahme bei der einmaligen Zuweisung und beim jährlichen ASN-Entgelt. Eine brauchbare Forschungsförderung lässt sich manchmal daran erkennen, dass zwei Beträge gerade nicht auf der Rechnung auftauchen.
Die Versuchsanordnung selbst bleibt anspruchsvoll. APNICs Ressourcenpolitik verlangt ein als „Experimental“ eingestuftes RFC oder eine andere öffentlich zugängliche, von APNIC akzeptierte Beschreibung. Wesentliche Einzelheiten und Ergebnisse müssen veröffentlicht werden. Die Ressourcen stehen im Whois, die Lizenz läuft zunächst ein Jahr, und kommerzielle oder nicht dokumentierte Nutzung kann zum Entzug führen. Antragsteller brauchen ein APNIC-Konto; bestehende Mitglieder zahlen für eine experimentelle Zuweisung nichts zusätzlich. Die Gebührentabelle wurde korrigiert, die fachliche Prüfung blieb.
APNICs Porträt von Sabir nennt seine langjährige Arbeit in Bangladeschs Netzbetrieb und technischen Gremien. Das Protokoll verteilt die Aufgaben präzise: Nigam benannte die Lücke, Sabir brachte den Antrag ein, der Rat entschied. Wie viele Forschungsprojekte anschließend profitierten, ist öffentlich nicht beziffert. Der überprüfbare Erfolg steht in der aktualisierten Ordnung.
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