Zusammenfassung

  • Der konfigurierte IGP-Netztyp kann Punkt-zu-Punkt sein, obwohl das Medium broadcastfähig bleibt. Korrekte Multicast-MAC und VLAN-Kennung sind weiterhin erforderlich.
  • Beide Enden müssen ohne Fallback übereinstimmen. Nach der Adjazenz braucht Unicast einen Next Hop und eine MAC aus ARP, ND, statischer Konfiguration oder Gleaning.

Das Protokoll zeichnet eine direkte Kante

Ein klassisches LAN nutzt DR/DIS und einen virtuellen Knoten. Bei genau zwei Routern kann RFC 5309 die direkte Kante modellieren. Wahl, Pseudoknoten und LAN-spezifischer Flooding-Aufwand entfallen.

Die Annahme „genau zwei“ stammt aus Konfiguration und Segmentierung. Das IGP inventarisiert keine Switchports. Ein dritter VLAN-Teilnehmer kann die physische Realität verändern, ohne die Topologieanweisung zu ändern.

IS-IS-Pakete bleiben auf Layer 2 LAN-Frames; AllISs wird empfohlen. Auch die VLAN-ID bleibt wirksam. Netzmodell und Medientransport sind getrennte Verträge.

Fehlende Übereinstimmung bleibt sichtbar

P2P-Konfiguration verwirft LAN-Hellos, LAN-Konfiguration verwirft P2P-Hellos. Eine abweichende System- oder Router-ID wird ebenfalls verworfen. Beide Router müssen denselben Modus unterstützen und einstellen.

Bei Widerspruch bildet sich keine Adjazenz. Es gibt keinen Fallback außer manueller Korrektur. Änderungen brauchen deshalb eine Zwei-Enden-Transaktion mit erwarteter Unterbrechung, Discard-Zählern, Identitätsprüfung und symmetrischem Rollback.

Multicast-Kontrolle und Unicast-Daten

Auf einem gewöhnlichen P2P-Medium ist der Empfänger eindeutig. Ethernet-Unicast braucht dagegen eine Ziel-MAC, weshalb der IP Next Hop auf p2p-over-LAN nicht optional ist.

Bei IPv4 unnumbered muss ARP eine interne Adresse auflösen; eine Subnetzprüfung kann gelockert werden müssen. IPv6 verwendet ND für Link-Local. Statische MAC oder Gleaning aus Routing-Frames sind Alternativen.

Ein empfangenes Hello kann eine MAC liefern und die Adjazenz halten. Es beweist nicht, dass der Binding-Eintrag aktuell, im richtigen VLAN, in der verwendeten FIB und für Daten erfolgreich ist. Control und Data Plane dürfen auseinanderfallen.

Auch eine proprietäre Auflösung ist nur dann zulässig, wenn beide Router dieselbe Methode beherrschen. Andernfalls soll der traditionelle LAN-Modus verwendet werden. Diese Regel begrenzt lokale Optimierung: Ein Verfahren, das nur auf einem Ende existiert, ist keine Fähigkeit des Links. Die gemeinsame Methode, ihr aktiver Zustand und der tatsächlich erzeugte Forwarding-Eintrag brauchen jeweils einen Nachweis.

Sichtbarkeit als Gegenleistung

Unnumbered spart Adressen, entfernt aber die pingbare Interface-Adresse. Port/VLAN, Adjazenz-ID, ARP/ND, MAC-Herkunft, FIB und bidirektionale Probe müssen sie ersetzen. Viele Zweier-VLANs erhöhen zudem LSDB, Flooding und Berechnungsaufwand gegenüber einem Multi-Access-Segment.

Grenzen

RFC 5309 ist Informational und kein Internet Standard. Er belegt kein aktuelles Produkt, exklusive VLAN-Mitgliedschaft oder Paketlieferung. RFC 5303, 5304 und 5305 schützen benachbarte Ebenen, lösen aber nicht die MAC-Zuordnung.

Ein Betriebsnachweis braucht beide Konfigurationen, Hellos, IDs, VLAN, Next Hop, Binding, Route/FIB und Pakete. Der Name P2P kürzt diese Kette nicht ab.

Quellen