Zusammenfassung

  • RFC 1008 beschreibt eine optionale Flusskontrollbestätigung im ISO-Transport. Ein AK, das ein geschlossenes Kreditfenster wieder öffnet, kann in kurzen Abständen wiederholt werden; eine Antwort des Datensenders mit FCC-Parameter beendet die schnellen Wiederholungen.
  • Wayne McCoy hielt im Juni 1987 fest, dass keine Betriebserfahrung mit dem Verfahren berichtet worden war. Bleibt die Antwort aus, enden die schnellen Versuche nach einer Höchstzahl und der normale Fenstertimer übernimmt wieder.

Zwei Transportpartner stehen vor einem kleinen Missverständnis. Der Empfänger hatte keinen freien Puffer mehr und keinen weiteren Kredit angeboten. Der Sender hielt an. Als Speicher frei wurde, schickte der Empfänger ein AK mit neuem Kredit. Ausgerechnet diese Nachricht ging verloren. Der Sender hält sich weiterhin an die letzte Anweisung: warten. Der Empfänger ist bereit. Beide Seiten sind diszipliniert, und gemeinsam produzieren sie eine Pause.

Wayne McCoy beschrieb den Fall im RFC 1008, einem Leitfaden zur Umsetzung des ISO-Transportprotokolls, der im Juni 1987 zur Diskussion verteilt wurde. Ein AK kann den Empfang von Daten bestätigen, doch einige AKs enthalten mehr: eine Änderung der Erlaubnis, weitere Daten zu senden. Besonders wichtig sind Nachrichten, die ein geschlossenes Fenster öffnen, und bestimmte Nachrichten nach einer Kreditverringerung. Ihr Verlust hinterlässt keinen leeren Puffer weniger, sondern einen wissenden Partner weniger.

Der gewöhnliche Fenstertimer kann die Zustände später wieder zusammenbringen. McCoy nannte ihn allerdings verhältnismäßig lang. Während er läuft, bleibt vorhandene Empfangskapazität ungenutzt. Flow Control Confirmation, kurz FCC, sollte diese Wartezeit verkürzen. Der Empfänger wiederholt das wichtige AK in kurzen Abständen und bittet um Bestätigung des Flusskontrollzustands. Antwortet der Datensender mit einem AK samt FCC-Parameter, hören die schnellen Wiederholungen auf. Die Erlaubnis hat dann nachweisbar ihren Adressaten erreicht.

Ohne Antwort gibt es kein endloses Klopfen. Nach einer festgelegten Höchstzahl von Versuchen endet die schnelle Folge; der normale Fenstertimer ist wieder zuständig. FCC war eine Option, und der Datensender musste auf die Bitte nicht antworten. McCoy schlug vor, während der schnellen Phase denselben Timer zu verwenden, weil der gewöhnliche Fenstertimer dann ohnehin abgeschaltet ist. Die formale Beschreibung trennte beide Timer nur der Klarheit halber. Für das schnelle Intervall nannte der Leitfaden ungefähr Erl + Elr, die Verzögerung in beiden Netzrichtungen.

Ob sich der zusätzliche Austausch lohnt, hängt von der Umgebung ab. Wie oft wird Kredit reduziert? Wie wahrscheinlich ist der Verlust eines TPDU? Wie lange läuft der Fenstertimer, wie groß ist das Fenster, und welche AK-Strategie besteht bereits? Mehr Kontrollnachrichten kosten Verarbeitung und Übertragung. Langes Warten kostet nutzbare Zeit. McCoy bot keine Siegesstatistik: Für FCC und schnelle AK-Wiederholung lag laut Leitfaden keine berichtete Erfahrung vor, die den Nutzen gegen den Implementierungsaufwand abwägen ließ.

Flusskontrolle erscheint gern als Ampel: Rot hält an, Grün gibt frei. In diesem Fall schaltet sie auf Grün, doch der Fahrer erfährt es nie. Der Empfänger kann das Signal wiederholen und auf ein „gesehen“ warten. Die interessante Ressource ist nicht nur Speicherplatz, sondern Kenntnis über die Erlaubnis, ihn zu nutzen. Ein offenes Fenster im Empfänger hilft wenig, solange der Sender noch vor dem alten Stoppschild steht.