Zusammenfassung
- Optimum hat seine mehrjährige Vereinbarung mit T-Mobile erweitert, um Zugang zum Standalone-5G-Netz des Betreibers zu erhalten und mehr vernetzte Geräte zu unterstützen
- Optimum wird seinen eigenen Mobilfunk-Kern mit der 5G-Plattform von T-Mobile verbinden; der vollständige Dienst soll Anfang 2027 starten
Die Fakten
Optimum Communications teilte am 31. August mit, dass das Unternehmen seine mehrjährige Mobilfunkvereinbarung mit T-Mobile erweitert habe. Die Vereinbarung verschafft Kunden von Optimum Zugang zum Standalone-5G-Netz von T-Mobile, unterstützt mehr Smartphones, Wearables und andere vernetzte Geräte und verbessert das nationale sowie internationale Roaming. Vor der Ankündigung der erweiterten Vereinbarung hatte Optimum die Marke von 700.000 Mobilfunkanschlüssen überschritten.
Optimum bietet Mobilfunkdienste über das landesweite Mobilfunknetz von T-Mobile an, anstatt selbst ein nationales Netz aus Funkmasten und Funktechnik aufzubauen. Das Unternehmen verkauft jedoch nicht einfach das gesamte Netz weiter. Optimum betreibt an vier Standorten in den USA einen eigenen Mobilfunk-Kern, also die Systeme, die Kundenverbindungen und Netzdienste verwalten. Dieser Kern wird nun in die Standalone-5G-Plattform von T-Mobile integriert.
Die schrittweise Einführung der Integration soll noch in diesem Jahr beginnen; der vollständige Start ist für Anfang 2027 geplant. Viele vorhandene Telefone von Optimum Mobile dürften ohne Zutun der Kunden umgestellt werden, für einige Geräte wird jedoch ein Migrationsplan erforderlich sein. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.
Die Bewertung
Die Vereinbarung ermöglicht es Optimum, seinen Mobilfunkdienst zu verbessern, ohne ein eigenes landesweites Mobilfunknetz aufzubauen. T-Mobile stellt weiterhin das Funknetz bereit, das die Telefone der Kunden verbindet, während Optimum seinen eigenen Mobilfunk-Kern und die direkte Beziehung zu seinen Kunden behält.
Durch die Anbindung dieses Kerns an das Standalone-5G-Netz von T-Mobile erhält Optimum Zugang zu Funktionen, die im Rahmen der bisherigen Vereinbarung nicht verfügbar waren. Zudem dürfte das Unternehmen dadurch mehr Geräte unterstützen und die nationalen sowie internationalen Roaming-Beziehungen von T-Mobile umfassender nutzen können. Bevor diese Änderungen vollständig verfügbar sind, muss Optimum die Integration jedoch noch abschließen und die Kunden auf die neue Konfiguration umstellen.
Für die Leser von BTW zeigt die Vereinbarung, welche Infrastruktur Optimum selbst betreiben und in welchen Bereichen es sich auf einen größeren Betreiber stützen will. Das Unternehmen behält die Kontrolle über seinen Mobilfunk-Kern und den Kundenservice, nutzt T-Mobile jedoch für die landesweite Mobilfunkabdeckung. Dadurch entfällt der Aufbau eines nationalen Funknetzes, zugleich bleibt Optimum bei der Abdeckung, dem Netzzugang und den Bedingungen der Vorleistungsvereinbarung von T-Mobile abhängig.
Was zu beobachten ist
Der eindeutigste Meilenstein ist der für Anfang 2027 geplante vollständige Start von Optimum im Standalone-5G-Netz von T-Mobile. Zu beobachten sind die Kundenmigration, die breitere Unterstützung von Wearables und anderen Geräten, Änderungen beim Roaming sowie neue Mobilfunkdienste, die nach der Integration eingeführt werden. Das künftige Wachstum der Mobilfunkanschlüsse wird außerdem zeigen, ob Optimum mit dem verbesserten Dienst über die derzeit mehr als 700.000 Anschlüsse hinaus expandieren kann.
Quellen
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