Summary

  • RFC 1696 definierte verwaltbare Objekte für Wählmodems. mdmCCRingsBeforeAnswer war beschreibbar; beim Wert null nahm das Modem einen eingehenden Ruf nicht an.
  • Über mdmLineState konnte die Verwaltung Auflegen, Außerdienststellung oder Neustart anordnen. Sicherheitsfragen wurden 1994 nicht behandelt; RFC 4450 nahm die Spezifikation später in die Historic-Neueinstufung auf.

Eine eingehende Leitung klingelt. Das Modem antwortet nicht, obwohl die Verbindung zum Telefonnetz besteht. Der entscheidende Wert kann in der Netzverwaltung liegen: mdmCCRingsBeforeAnswer bestimmte, bei welchem Klingeln das Gerät abhob. Eins war der Vorgabewert, null untersagte die Antwort. Die vier Autoren des RFC 1696 machten im August 1994 aus diesem örtlichen Verhalten einen beschreibbaren Managementeintrag.

Der MIB sollte Wählmodems aus der Ferne überwachen und steuern. Für jedes verwaltete Gerät gab es eine Tabellenzeile. Hersteller und Modell identifizierten das Gerät. Der Leitungszustand und die Zähler für erfolgreiche oder gescheiterte Verbindungen zeigten, was gerade geschah.

Wer diese Werte las, konnte eine Störung eingrenzen. Wer andere Felder beschrieb, änderte den Betrieb der Leitung.

Das Objekt mdmLineState erlaubte aus jedem Zustand drei Verwaltungsbefehle: auflegen, außer Betrieb setzen und zurücksetzen. Beliebige andere Zustandswechsel waren über das Managementprotokoll ausgeschlossen. Welchen Zustand das Modem nach dem Reset annahm, blieb von seiner Implementierung abhängig. Ein weiteres Feld legte in Zehntelsekunden fest, wie lange nach Verlust des Trägersignals bis zum Auflegen gewartet wird. Bei 255 sollte das Modem wegen dieses Verlusts nicht auflegen. Ein Leerlaufzeitgeber konnte eine inaktive asynchrone Verbindung trennen; null schaltete diese Funktion ab.

Bei Protokollfähigkeiten unterschied der Text zwischen Wunsch und Ergebnis. Die Verwaltung konnte eine Fähigkeit als deaktiviert, optional oder bevorzugt anfordern. Ein eigenes, nur lesbares Feld meldete, was das Gerät gewährt hatte. Wer nur den geschriebenen Wert kontrollierte, übersah womöglich eine Leitung, die weiter anders arbeitete. Zähler für nicht beantwortete Rufe und Verbindungsfehler lieferten die Gegenprobe.

Das war praktische Fernwartung mit einer scharfen Grenze. Eine Null bei der Klingelzahl verhinderte neue Antworten; eine außer Betrieb gesetzte Leitung veränderte die Verfügbarkeit. Der Sicherheitsabschnitt des RFC sagt lediglich, dass Sicherheitsfragen nicht besprochen werden. Er enthält keinen Bericht über einen konkreten Angriff. Der RFC Editor führt das Dokument heute als Historic; RFC 4450 dokumentiert die Neubewertung älterer Proposed Standards im Jahr 2006.

Der physische Anschluss und seine Entscheidungsmacht saßen nun an verschiedenen Orten. Eine Inventarliste zeigte, welches Modem vorhanden war. Erst das Protokoll der Schreibzugriffe erklärte, warum es zu einer bestimmten Stunde keine Anrufe mehr annahm.

Sources