Summary

  • Lu Heng von LARUS Limited forderte auf der ARIN 58 eine gemeinsame Kundenschnittstelle der fünf regionalen Internetregister. Sein Unternehmen pflegt nach seinen Angaben fünf Softwaresätze für Ressourcen in allen fünf Regionen.
  • John Curran bat ihn, konkrete Anforderungen im ARIN-Vorschlagsverfahren einzureichen, damit die Community über die Reihenfolge beraten kann.

Fünf regionale Register, fünf Integrationen, fünf Möglichkeiten für einen Montagmorgen, schiefzugehen. Lu Heng rechnete auf der ARIN 58 vor, was die institutionelle Vielfalt im Alltag eines Betreibers kostet. LARUS verwaltet Ressourcen in allen fünf Regionen und hält dafür fünf Softwaresätze am Laufen. Jede Änderung an einer Schnittstelle landet irgendwann auf dem Schreibtisch eines Entwicklers.

John Curran wollte wissen, ob Heng eine einheitliche Datenbank oder einheitliche APIs verlange. Heng gab der Kundenseite Vorrang. Eine Abstimmung der Backends ist ein eigenes Vorhaben; unmittelbar gearbeitet wird an den Schnittstellen für Registrierung und RPKI. Schon die Fachsprache verlangt Übersetzungsarbeit: assignment und reassignment bei ARIN, PA und PI im RIPE-Umfeld. In Programmen folgen auf diese Wörter Felder, Prüfungen und Fehlerfälle.

Eine gemeinsame Spezifikation könnte mit wenigen wiederkehrenden Vorgängen anfangen. Authentifizierung, Anfrage, Antwort und Fehler müssten vergleichbar sein, regionale Besonderheiten offen beschrieben. Dann ließe sich der Nutzen zählen: weniger Sondercode und weniger Stunden, in denen eine erfolgreiche Änderung in Region eins den Test in Region vier beschädigt.

Curran verwies Heng an das formelle Vorschlagsverfahren von ARIN. Dort soll er die Wünsche so präzise formulieren, dass andere Beteiligte Prioritäten setzen können. Heng sagte zu. Der nächste interessante Beleg ist deshalb der schriftliche Antrag mit einem ersten konkreten Vorgang. An ihm wird sichtbar, ob aus fünf Warteschlangen eine belastbare gemeinsame Tür werden kann.