Zusammenfassung

  • Laut KPNs Mitteilung vom 28. Oktober umfasst das Glasfasernetz 6,025 Millionen erreichte, 4,813 Millionen physisch angeschlossene und 2,860 Millionen aktivierte Haushalte. Eingerechnet sind Glaspoort und Drittanbieterflächen mit Kaufoption.
  • Der Großhandelsbestand an Breitbandanschlüssen sank im Quartal um 11.000. Der bereinigte Großhandelsumsatz mit Dienstleistungen stieg um 2,1 Prozent zum Vorjahr, getragen vom Mobilfunk; Glasfasererlöse legten um 3,4 Prozent zu, Breitbanderlöse fielen um 3,9 Prozent.

Ein Haus am Netz ist noch kein laufender Vertrag

Im Originalbericht für das dritte Quartal stehen drei Stufen nebeneinander. Ende September wies KPN 6,025 Millionen von Glasfaser erreichte Haushalte aus. Davon waren 4,813 Millionen physisch angeschlossen und 2,860 Millionen aktiviert. Der Abstand zwischen der ersten und der dritten Zahl beträgt 3,165 Millionen. Das ist eine Differenz zwischen Zuständen in KPNs Statistik, keine Liste von Haushalten mit unterschriftsreifen Bestellungen.

Im dritten Quartal kamen 59.000 erreichte Haushalte hinzu, 73.000 Anschlüsse bis zum Gebäude und 26.000 Aktivierungen. Die Anschlussarbeit holte also teilweise auf bereits erschlossenen Straßen auf. Aber zwischen einem Kabel vor der Tür, dem Hausanschluss und einem laufenden Dienst liegen verschiedene Entscheidungen und Kosten. Die erste Zahl belohnt das Bauen; die letzte nähert sich dem wiederkehrenden Erlös.

Das Großhandelsgeschäft setzt dem Rekord eine Fußnote mit Zähnen. KPN meldet 11.000 weniger Breitbandanschlüsse im Großhandelsbestand und nennt Wettbewerb sowie den Wechsel von Kupferleitungen zu Glaspoort. Glasfaser-Nettozugänge hätten sich verbessert, doch ihre gesonderte Zahl fehlt in diesem Bericht. Der bereinigte Großhandelsumsatz mit Dienstleistungen wuchs um 2,1 Prozent zum Vorjahr. Mobilfunk lieferte den Antrieb und legte um 16 Prozent zu. Glasfaser-Dienstleistungen brachten 3,4 Prozent mehr, Breitband-Dienstleistungen 3,9 Prozent weniger Umsatz. Das Geschäft kann insgesamt wachsen, während der feste Breitbandbestand schrumpft.

Die beiden Zählwerke haben unterschiedliche Nenner. Die 2,860 Millionen Aktivierungen beschreiben den kombinierten Netzumfang von KPN, Glaspoort und Flächen mit Kaufoption. Die 11.000 verlorenen Leitungen sind eine Veränderung im Großhandels-Kundenbestand. Aus ihrem Verhältnis entsteht keine belastbare Quote. Eine Aufteilung der Glasfaser-Nettozugänge und Kupferabgänge im Großhandel würde zeigen, wie schnell die neue Plattform das alte Zugangsgeschäft übernimmt.

Sechs Millionen erreichte Adressen sind eine starke Landkarte. Die nächste Rechnung wird pro Adresse geschrieben. KPN hat im Quartal 73.000 Haushalte zusätzlich angeschlossen, aber nur 26.000 weitere aktiviert. An dieser Stelle entscheidet sich, ob Netzgröße auch zu Kassenstärke wird.

Quellen