Summary

  • Die Asia-Pacific Telecommunity möchte in ITU-Resolution 182 eine Einladung aufnehmen, Telekominfrastruktur und saubere Energiequellen am selben Standort zu planen.
  • Die geltende Resolution wirbt bereits für erneuerbare Energie. Neu ist die Frage, ob Erzeugung und Verbrauch räumlich zusammenrücken können.

Der Funkmast kennt keine Klimabilanz. Er merkt nur, ob am Netzteil Strom ankommt. Addendum 15 zu ITU-Beitrag 79 setzt genau dort an. Die Verwaltungen der Asia-Pacific Telecommunity schlagen vor, Mitgliedstaaten, Sektormitglieder und assoziierte Mitglieder in Resolution 182 einzuladen, die gemeinsame Ansiedlung von Telekom- und ICT-Anlagen mit sauberen Energiequellen zu prüfen. Mehr Strom soll vor Ort verbraucht werden; die Treibhausgasemissionen sollen sinken. Das ITU-Dokumentenregister führt den Text für die Konferenz in Doha.

Die Resolution von 2022 empfahl bereits effiziente Versorgung und erneuerbare Quellen. Nun wird aus einer allgemeinen Richtung eine Standortfrage. Der vorgeschlagene Satz enthält weder eine Baupflicht noch eine bezifferte Einsparung. Er verlangt, beim Planen auf die Entfernung zwischen Stromquelle und Verbraucher zu schauen.

Wie konkret das wird, zeigt ITU-T-Empfehlung L.1211. Solarmodule können auf dem Dach der Basisstationshütte, auf benachbarter Fläche oder gelegentlich am Mast sitzen. Ein ausdrücklich nicht normativer Anhang beschreibt einen Standort in Jiangsu: Eine Anlage mit 3,3 kWp lieferte von September 2022 bis August 2023 insgesamt 3352 kWh, zwölf Prozent des Stromverbrauchs genau dieser Station. Derselbe Text nennt Verschattung, Batteriesteuerung und die Abstimmung von Netz- und Solarstrom als praktische Hürden.

Zunächst entscheiden die Delegierten in Doha über den Satz. Danach müssen Betreiber und Grundstückseigentümer entscheiden, ob Fläche, Anschluss und Ersatzstromversorgung zusammenpassen. Eine schöne Formulierung kann den Kabelweg zeigen. Sie verlegt ihn nicht.

Amtliche Quellen