Zusammenfassung
- RFC 796 beschrieb, wie unterschiedliche lokale Host-, Terminal-, Prozess- und logische Adressen in den lokalen Teil einer 32-Bit-Internetadresse eingesetzt wurden. Einige Anordnungen füllten ein Oktett mit Nullen.
- PRNET-Hosts konnten ihren 16-Bit-Wert beim Ortswechsel behalten; auf SATNET durfte ein physischer Host mehrere logische Adressen tragen. Bei ARPANET blieb das Feld für logische Hosts null, weil die damaligen IMPs es noch nicht unterstützten.
Ein Funk-Host rollt an einen anderen Ort. Ein Satellitenrechner antwortet unter mehreren logischen Adressen. In einem ARPANET-Diagramm steht ein Feld, das die vorhandenen IMPs noch nicht bedienen können. Jon Postel brachte diese verschiedenartigen Nachbarn in seiner RFC 796 vom September 1981 unter die gemeinsame Form einer IP-Adresse. Seine Tabellen lesen sich wie eine Umzugsanleitung für Bits: außen dieselbe Verpackung, innen Möbel aus verschiedenen Netzen.
Zunächst zeichnete Postel die damaligen Klassen. Nach dem Kennbit hatte Klasse A sieben Bits für die Netznummer und 24 für den lokalen Teil. Bei Klasse B waren es nach dem Klassenpräfix 14 und 16, bei Klasse C 21 und acht. Sobald die Netznummer bestimmt war, begann die eigentliche Übersetzung. Die letzten Bits mussten nach den Regeln von AUTODIN II, ARPANET, den verteilten Rechnernetzen, LCSNET, PRNET, SATNET oder WBCNET gelesen werden.
AUTODIN II vergab 16-Bit-Teilnehmeradressen für Hosts oder Terminals, unabhängig vom Standort. In der Klasse-A-IP-Adresse standen diese Bits am unteren Ende des 24-Bit-Lokalteils; davor lag ein Null-Oktett. PRNET nutzte ebenfalls 16-Bit-Hostnummern, und seine Funk-Hosts konnten mobil sein. Die RFC listete sechs unterschiedliche PRNET-Netznummern. Die äußere Nummer wählte das Funknetz, die innere blieb beim Host. Ein Wechsel des Standorts schrieb die lokale Hostnummer nicht automatisch um.
ARPANET teilte seine 24 lokalen Bits in Host, logischen Host und IMP auf. IP konnte diese Aufteilung direkt in seinen lokalen 24 Bits tragen. Allerdings unterstützten die IMPs die logische Hostadressierung noch nicht; das entsprechende Feld im ARPANET-Leader musste null sein. Das experimentelle EDN übernahm eine ähnliche Aufteilung samt dieser Null. Auf dem Papier hatte die künftige Funktion bereits ein Fach, in der laufenden Hardware noch keinen Benutzer.
COMSAT-DCN und UCL-DCN verwendeten 16 Bits, je acht für Hostkennung HID und Prozesskennung PID, hinter einem Null-Oktett. Das LCSNET des MIT kannte mehrere 32-Bit-Formate; in der gebräuchlichen Form wanderten die unteren 24 Bits für Subnetz, Reserve und Host in den IP-Lokalteil. Bei den DCNs stolpert die Quelle selbst: Im Fließtext stehen die Netznummern 29 und 30, im unmittelbar folgenden Bild jedoch 18 als erstes Oktett. Diese beiden Zahlenreihen gehören zu derselben Originalseite. Wer nur die Zeichnung kopiert, nimmt den Widerspruch mit.
Auch bei Satelliten war eine Adresse kein fester Punkt auf einer Landkarte. SATNET vergab seine 16-Bit-Hostadressen unabhängig von der Bodenstation; ein physischer Host konnte mehrere logische Adressen bekommen. Vor dem lokalen Wert stand in IP ein Null-Oktett. WBCNET erlaubte ebenfalls mehrere logische Namen für eine Maschine, teilte seine 16 Bits jedoch zwischen HAP-Nummer und lokaler Adresse. In der IP-Zeichnung stand die Null zwischen diesen beiden Stücken. Gleiche leere Oktette, andere Anordnung, andere Leseregel.
Die sieben Seiten zeigen, was eine einheitliche Internetadresse tatsächlich leistete: Sie gab verschiedenen Netzen eine gemeinsame äußere Form und hielt ihre örtlichen Identitäten lesbar. Null bedeutete manchmal Auffüllung, manchmal eine noch nicht benutzbare IMP-Funktion. Am Ende der Adresse konnte ein Terminal, ein Prozess, ein beweglicher Funk-Host oder ein logischer Name stehen. Erst die Netznummer sagte, welches Wörterbuch man aufschlagen musste.
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