Zusammenfassung

  • Im Januar 1994 meldete der Betreiber eine bestehende Satellitenverbindung von Kuwait in die USA; öffentlicher Einwahlzugang sollte erst „jeden Tag“ starten.
  • 1995 konnten Interessierte laut Gulfnet einen UNIX-Rechner per Einwahl nutzen; 1997 beschrieb der Anbieter Satelliten-Backhaul, getrennte Kundenpreise und eigene Verbindungskosten sowie fehlende neue Mietleitungen.

Gulfnets erhaltene Nachrichten sind drei betriebliche Momentaufnahmen, kein einzelner Starttermin. Sie trennen die internationale Verbindung, über die Internet nach Kuwait gelangte, von den Telefonleitungen zum lokalen Einwahlrechner.

Am 5. Januar 1994 schrieb John W. Temples, eine Satellitenverbindung in die USA stelle bereits Internet-Konnektivität bereit. Öffentlicher Einwahlzugang werde „any day now“ verfügbar sein; Einschränkungen für Nutzer kenne er nicht. Belegt ist damit die Aussage des Betreibers über eine aktive vorgelagerte Verbindung und ein bevorstehendes Angebot, nicht der tatsächliche Starttag, die Nutzung oder Satellitenkapazität. NSRC, 5. Januar 1994

Am 2. Januar 1995 berichtete Temples, Gulfnet biete allen Interessierten über einen UNIX-Einwahlrechner Internetzugang. Kuwait University, die Public Authority for Applied Education and Training und Kuwait Petroleum Corporation seien ebenfalls online. Das ist ein zeitgenössischer Anbieterbericht, keine unabhängige Erhebung. NSRC, 2. Januar 1995

Der Bericht vom 17. März 1997 beschrieb eine gemietete Satellitenleitung zurück zu UUNET/AlterNet in den USA. Der größte Teil des inländischen IP-Verkehrs laufe über Einwahl. Modems erreichten mindestens 28,8 kbit/s, meist 33,6; die Telefoninfrastruktur sei im Allgemeinen gut. Das sind Kundengeschwindigkeiten, nicht die Kapazität der internationalen Strecke. Satellitenanbieter, Kapazität und Latenz fehlen, ebenso ein Nachweis, dass die Leitung von 1994 dieselbe blieb. NSRC, 17. März 1997

Die monatlichen Einwahlpreise betrugen laut Gulfnet 150 US-Dollar für Studierende, 215 für Einzelpersonen oder Unternehmen und 330 für eine eigene Leitung. Getrennt davon bezifferte der Anbieter seine Verbindungskosten auf 1.000–2.000 US-Dollar monatlich, je nach Bandbreite und Nutzerzahl. Kundenpreis und vorgelagerte Betriebsausgabe haben unterschiedliche Zahler und Umfänge. Ohne Einkommen, Wechselkurs, Kundenzahlen und geprüfte Bücher belegen die Nominalpreise weder Erschwinglichkeit noch Rentabilität.

Neue Mietleitungen seien aus „politischen, nicht technischen“ Gründen nicht verfügbar, schrieb Temples, ohne Stelle oder Ursache zu nennen. Gulfnet bezeichnete er zudem als ersten öffentlichen Internetzugang der arabischen Golfregion. Das ist eine ihm zugeschriebene Aussage, keine unabhängig bestätigte Rangfolge. Die Belege tragen eine begrenzte Chronik von drei Betreiberberichten, nicht den exakten Starttag, eine durchgehende Route oder ein verifiziertes regionales Erstlingsrecht.

Quellen