Zusammenfassung

  • RIPE NCC begann am 28. Oktober um 20:04 MEZ die Untersuchung sporadischer WHOIS-Update-Fehler, setzte den Status der RIPE Database um 20:23 wieder auf betriebsbereit und schloss den Vorfall um 20:32.
  • Der öffentliche Bericht dokumentiert die Wiederherstellung des Dienstes, aber keine Liste der eingegangenen oder gescheiterten Objektänderungen.

Die grüne Lampe über dem Registerschalter sagt: Neue Anträge können kommen. Wer seinen Antrag vor dem Umschalten abgegeben hat, braucht eine andere Auskunft. Genau hier endet die RIPE-Statusmeldung vom 28. Oktober zu sporadisch fehlgeschlagenen WHOIS-Updates.

Der öffentliche Datensatz zum Vorfall nennt die Schritte auf die Sekunde: Untersuchung um 20:04:48 MEZ, Korrektur unter Beobachtung um 20:23:24, Abschluss um 20:32:00. Die Komponente RIPE Database wechselte zunächst zu „teilweiser Ausfall“ und mit der Beobachtungsphase zurück zu „betriebsbereit“. Der gesamte Vorfall ist zusätzlich mit „major“ bewertet. Ursache, betroffene Eingabeverfahren und Zahl fehlgeschlagener Einreichungen fehlen. Die Zeiten messen RIPEs öffentliche Reaktion; sie sind keine Messung jedes einzelnen gescheiterten Schreibversuchs.

RIPEs Anleitung zu Bestätigungen macht den Unterschied greifbar. Für jede Einreichung gibt es eine Bestätigung mit den Ergebnissen der enthaltenen Objekte. Bei Syncupdates kann HTTP 200 bedeuten, dass die Nachricht verarbeitet wurde, obwohl eine Objektoperation scheiterte. Die Zusammenfassung entscheidet; die REST-Schnittstelle antwortet wiederum anders. Welche Schnittstelle von der Störung betroffen war, sagt die Statusmeldung nicht.

Noch unangenehmer wird es bei einer abgebrochenen Verbindung. Laut RIPEs Beschreibung der Objektverarbeitung werden Objekte einzeln bearbeitet. Schließt sich eine synchrone HTTP-Verbindung, kann die Datenbank ihre Arbeit dennoch beenden, ohne über diese Verbindung eine Bestätigung zu liefern. Aus einer fehlenden Antwort folgt also kein sicherer Auftrag zum erneuten Senden. Erst die vorhandene Rückmeldung und der aktuelle autoritative Datensatz zeigen, ob noch etwas zu tun ist.

RIPE NCC hat den Dienst wiederhergestellt. Für Betreiber, die während des Vorfalls eine Änderung versuchten, fehlen im öffentlichen Bericht die entscheidenden Felder: betroffener Weg, Fehlertyp und Regel für den Abgleich. Ein grüner Status ist keine Quittung für eine einzelne Änderung.