Summary

  • Besteht mit einem gesponserten Endnutzer kein Vertrag mehr, soll das LIR laut RIPE NCC vor dem 31. Dezember 2026 das Formular Stop Sponsorship einreichen, um die entsprechenden Gebühren zu vermeiden.
  • Das Formular beendet das Sponsoring sofort. Eine Rückgabe der Ressource an den freien Pool ist eine gesonderte Entscheidung mit Bestätigung des Inhabers.

Der Vertrag ist abgelegt, die Registry hat davon nichts erfahren. Das Oktober-Update des RIPE NCC fordert Sponsoring-LIRs auf, ihre unabhängigen Ressourcen zu prüfen. Wer für einen Endnutzer ohne laufenden Vertrag eingetragen ist, soll den Stop-Sponsorship-Antrag vor dem 31. Dezember stellen. Nur das dafür vorgesehene Formular wird bearbeitet. Die interne Kundenakte und der Registereintrag folgen verschiedenen Vorgängen.

Der Beitrag des RIPE-Registrierungsteams zum Selbstbedienungsprozess macht den Unterschied greifbar. Pro Antrag gibt es einen Endnutzer. Das LIR wählt sämtliche oder bestimmte Ressourcen dieses Kunden aus; nach der Bestätigung entsteht ein Ticket, das Sponsoring endet sofort. Braucht der Endnutzer die Ressourcen weiter, erhält er Hinweise zur Suche nach einem neuen Sponsor. Soll eine Ressource an den freien Pool zurück, ist das eine eigene Option und verlangt die Zustimmung ihres Inhabers. Wer diese Schritte verwechselt, greift in eine möglicherweise noch genutzte Adressversorgung ein.

Das Gebührenschema für 2027 erfasst die Abrechnungsdaten zum 31. Dezember 2026 und sieht Rechnungen im Januar vor. Für unabhängige Ressourcen bleibt es bei 75 Euro je Registrierung; gesponserte alte IPv4-Bestände und ASNs folgen eigenen Regeln. Wie viele alte Kundenverträge derzeit noch als aktives Sponsoring im Register stehen, teilt RIPE nicht mit.

Die Hausaufgabe ist ein Abgleich zweier Listen: aktive Verträge und registrierte Sponsorings. Für jeden früheren Kunden gehört das passende Formular samt Ticket dazu. Der Rechnungslauf liest kein Kündigungsschreiben aus der Schublade.