Zusammenfassung

  • Die RIPE NCC zählte am 1. Oktober 39 Sanktionshinweise ohne begonnenes Prüfverfahren, nach null am 2. Juli.
  • Neue Ressourcen und Transfers für betroffene mögliche Treffer werden erst nach Klärung des Falls bearbeitet.

Ein Ressourceninhaber mit möglichem Treffer kann seinen Transfer erst nach Klärung des Falls abwickeln. Der Kalender dieses Inhabers hängt damit auch an einem Eingangskorb, der im Juli leer war und nun 39 Vorgänge enthält. Der neue Quartalsbericht der RIPE NCC nennt für den 1. Oktober 39 Hinweise mit dem Status „Not yet started“. Im Bericht vom 2. Juli stand dort eine Null. Die kumulierten Hinweise aus EU- und OFAC-Abgleichen stiegen von 2.172 auf 2.339. Dieses Plus rückt die Bearbeitungskapazität in den Vordergrund: Am Stichtag warteten 39 Vorgänge noch auf ihren ersten Prüfschritt. Die Mitteilung vom 23. Oktober macht damit vor allem eine neue Warteposition sichtbar.

Für einen Ressourceninhaber, dessen Daten einen möglichen Treffer auslösen, kann die Warteschlange die nächste Transaktion treffen. Die RIPE NCC bearbeitet Anträge auf weitere Ressourcen und Transfers bestehender Ressourcen erst nach Klärung des Falls. Laut Bericht erweisen sich die meisten untersuchten möglichen Treffer als Fehlalarm. Genau deshalb zählt die Zeit vor dem ersten Prüfschritt: Eine Transaktion kann auf einen Vorgang warten, den noch niemand begonnen hat.

119 Hinweise waren am 1. Oktober bereits in Untersuchung, nach 110 im Juli. Bestätigte Fälle mit anwendbaren EU-Sanktionen stiegen von 25 auf 53; sie stehen in einer anderen Tabellenspalte als die 39 unbegonnenen Vorgänge. Bei bestätigten Fällen friert die RIPE NCC den Registereintrag ein und sperrt zusätzliche Zuteilungen und Transfers. Bestehende Ressourcen bleiben eingetragen und im Netz nutzbar. Wer wegen eines möglichen Treffers eine Ressourcentransaktion anstößt, muss zunächst auf die Klärung warten; bei 39 Hinweisen hatte diese Arbeit am Stichtag noch nicht begonnen.