Zusammenfassung

  • RIPE NCC erklärte beim RIPE 93, dass die Database-Web-App nach der OIDC-Einführung Sockets erschöpfte, weil Backend-Verbindungen nicht vollständig geschlossen wurden.
  • Nutzer waren einige Minuten betroffen. Ein Neustart half vorläufig; andere Database-Anwendungen blieben dank Containertrennung unbeeinträchtigt.

Die neue Anmeldung saß an der richtigen Stelle. Der Engpass lag dahinter. RIPE NCCs Database-Web-App schloss nach der Umstellung auf OIDC Backend-Verbindungen nicht vollständig. Schließlich waren keine Sockets mehr verfügbar. Nutzer waren einige Minuten lang von der Störung der Web-Anwendung betroffen.

Edward Shryane schilderte den Vorfall am 29. Oktober in der Database-Arbeitsgruppe des RIPE 93. Der Wechsel vom alten Cookie zum OIDC-Web-Login erfolgte Mitte September. Eine Korrektur der Verbindungsbehandlung war bereits geschrieben, musste aber noch ausgerollt werden. Ein Neustart der Anwendung diente als Zwischenlösung. Den genauen Störungstag und das Datum der Korrektur nennt der Bericht nicht.

Das Mitglieder-Update vom Oktober meldet die Ablösung des Crowd-Cookies durch OIDC auf der Database-Website. Die Release Notes datieren die Produktionsversion 1.124 mit OIDC-Unterstützung auf den 27. August. Softwarefähigkeit und tatsächlicher Wechsel der Website sind getrennte Schritte. Die Socket-Störung folgte auf den zweiten.

Shryane nennt auch die Grenze der Störung: Die Web-Anwendung lief in einem Container. Andere RIPE-Database-Anwendungen daneben blieben verfügbar. Das ist eine konkrete Wirkung der Trennung, während die Verbindungspflege innerhalb des Web-Dienstes versagte. Von falschen Änderungen an Registerobjekten sprach er nicht.

Offen sind der genaue Zeitraum, die Zahl betroffener Anfragen und der Produktionszeitpunkt des Fixes. Ein Incident-Bericht mit diesen Daten würde den Weg vom Neustart zur dauerhaften Reparatur nachvollziehbar machen.