Zusammenfassung
- Die kumulative Originaldatei von LACNIC vom 3. November führt 39 nicht überlappende, 2026 übertragene IPv4-Bereiche vollständig innerhalb
186.196.0.0/16. Als Quelle steht 35-malTIM S.A.und viermalTIM SA. Zusammen sind es 36.608 Adressen; die Empfängerspalte enthält 23 verschiedene wörtliche Namen. - 27 /24-Transfers stellen 69 % der Zeilen, aber nur 6.912 Adressen oder knapp 19 % der ausgewählten Menge. Ein einziger /19-Transfer umfasst 8.192. Im unmittelbar angrenzenden
186.196.15.0/24nennt das aktuelle, exakte RDAP-Objekt weiterhinTIM S/A.
In einer Transferliste ist jede Zeile gleich hoch. Das ist ihre größte optische Lüge. Ein /24 und ein /19 bekommen im LACNIC-Export je einen Eintrag, obwohl der /19 das 32-Fache an Adressen enthält. In 186.196.0.0/16 erzeugt diese Darstellungsform ein quirliges Kleinteilegeschäft auf dem Papier. Die Adressbilanz beschreibt einen anderen Markt.
Die Zahlen lassen sich aus LACNICs datierter Originaldatei nachrechnen. Berücksichtigt werden Zeilen mit Transferdatum 2026, dem exakten Quellnamen TIM S.A. oder TIM SA und einem vollständig im /16 liegenden IPv4-transfer_set. Das ergibt 39 Intervalle ohne Überschneidung, zusammen 36.608 Adressen. Ein /16 enthält 65.536; die Auswahl entspricht 55,86 % dieser mathematischen Fläche. Die erste der ausgewählten Umbuchungen datiert vom 18. Mai, die jüngste vom 29. Oktober. 23 wörtlich verschiedene Empfängernamen stehen im Feld. Das ist weder eine Zahl unabhängiger Netzbetreiber noch eine Zahl eigenständiger Verträge.
Die Quelle selbst verwendet zwei Schreibweisen: TIM S.A. in 35 und TIM SA in vier Zeilen. Eine gemeinsame juristische Kennung dafür liefert sie nicht. Wer die Auswahl reproduzieren will, muss beide Zeichenfolgen nennen. Ebenso muss er original_set von transfer_set unterscheiden. Das erste Feld kann einen größeren Ausgangsblock beschreiben. Nur das zweite sagt, welche Adressen in dieser Zeile tatsächlich wanderten. Die größeren Ausgangsblöcke zu addieren, würde Adressen mehrfach als verkauft verbuchen.
Die Verteilung macht den Unterschied greifbar. 27 /24 stehen für 6.912 Adressen: 69,23 % der Vorgänge, nur 18,88 % der Adressmenge. Sieben /22 stehen für 7.168, drei /20 für 12.288, ein /21 für 2.048 und ein /19 für 8.192. Allein die vier Einträge der Größe /20 oder /19 ergeben 20.480 Adressen, fast 56 % des Gesamtvolumens. Im Sitzungsbericht kann man damit 27 kleine Vorgänge hervorheben; in einer nach Adressen gewichteten Darstellung dominieren vier größere.
Der größte einzelne Eintrag betrifft 186.196.128.0/19, am 8. September an IP AMERICA TELECOM LTDA. übertragen. Seine 8.192 Adressen übertreffen sämtliche 27 /24 zusammen. Das exakte aktuelle RDAP nennt IP AMERICA und eine letzte Änderung vom 8. September. DIMENOC hat dagegen viele Zeilen: zehn /24 am 18. Mai, weitere fünf am 22. Juli und einen /20 am 25. August, insgesamt 16 Einträge und 7.936 Adressen. Das RDAP für .0/24 schreibt DIMENOC SERVICOS DE INFORMATICA LTDA; in der Transferdatei steht DIMENOC SOLUCOES DE INFORMATICA LTDA. Die Adressgrenze ist exakt, der Name allein keine belastbare Unternehmenskennung.
Am Ende der Chronik wechselte 186.196.16.0/21 am 29. Oktober zu INTERFIBRAS TELECOMUNICACOES LTDA. Das genaue RDAP-Objekt führt nun diesen Empfänger. Das benachbarte .15/24 steht dagegen weiterhin auf TIM S/A und taucht in den ausgewählten Transfers nicht auf. Diese eine nachprüfbare Lücke verbietet, die übrigen 28.928 Adressen pauschal einem alten oder neuen Inhaber zuzuschlagen. Das /16 ist ein Rahmen für die Rechnung, kein gemeinsam übertragener Gegenstand.
Auch ein anderer Empfängername verändert sich zwischen den Datensätzen. Ein TIM SA-Eintrag schickt 186.196.209.0/24 am 11. September an I3 TELECOMUNICACOES LTDA. Das heutige RDAP nennt I3 Telecomunicacoes - EIRELI. Präfix und Datum sind nachprüfbar. Preise, eine gemeinsame Geschäftsnummer und der Zeitpunkt einer BGP-Umstellung fehlen. Ein Vertragsbeleg und die Betriebsprotokolle der Beteiligten würden zeigen, ob mehrere Zeilen zu einem Geschäft gehören und wann ein Netz tatsächlich umgestellt wurde.
LACNIC macht die Rohdaten öffentlich. Das ist die Voraussetzung für eine ordentliche Rechnung, nicht die Rechnung selbst. Für den Verwaltungsaufwand zählt man Vorgänge. Für die Verteilung knapper IPv4-Adressen zählt man eindeutige Adressen. Wer aus 39 gleich breiten Tabellenzeilen 39 gleich große Transfers macht, benutzt die Form des Registers als Argument. Genau dort muss ein neutraler Buchhalter besonders nüchtern sein.
Originalquellen von LACNIC
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für den Strategischen Kreis
Strategischer Kreis
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategischem Kreis beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





