Zusammenfassung

  • Laut LACNIC dienen IRR-Routenobjekte dem Austausch von Routing-Richtlinien und dem oft automatischen Aufbau von BGP-Filtern.
  • BTW-Analyse: Automatisierung ist sicherer, wenn Herkunft und letzter Filteraufbau bekannt sind.

Quellen: IRR-Entwurf, RPKI-und-IRR-FAQ und Betriebsbericht.

LACNIC beschreibt ein IRR als Datenbank von Routing-Objekten, über die Organisationen ihre Richtlinien teilen. Andere Netze können daraus BGP-Filter erstellen, häufig automatisiert.

Entscheidend ist die Erzeugung der Sicht. route und route6 können aus RPKI-ROAs entstehen, weitere Klassen aus Registry-Informationen. Die FAQ nennt AUT-NUM, ROUTE, ROUTE6, AS-SET, MNTNER und PERSON. AS-SET wird vom Ressourceninhaber angelegt; die übrigen genannten Objekte werden automatisch erzeugt.

Das IRR ist damit eine öffentliche Ableitung mit mehreren Herkunftspfaden, erreichbar über FTP, Web und WHOIS. Verfügbarkeit belegt weder den letzten Filteraufbau eines Verbrauchers noch dauerhafte Vollständigkeit. Die Quellen zeigen auch nicht, dass ein IRR-Filter jedes Leak oder Hijacking verhindert. Er ist Betriebsbeleg, kein Beweis für die Legitimität einer Route.