Zusammenfassung

  • In ARINs Umfrage 2026 wählten 28 Prozent höhere Gebühren für bessere Leistungen; 2023 waren es 12 Prozent.
  • Unveränderte Gebühren und Leistungen bleiben mit 59 Prozent die Mehrheitsoption; tatsächliche Zahlungsbereitschaft wurde nicht gemessen.

ARINs jüngste Kundenumfrage ist kein Mandat für höhere Gebühren. Mehr Befragte wählen hypothetisch bessere Leistungen gegen höhere Kosten, doch die Mehrheit hält am bisherigen Verhältnis fest. Diese Unterscheidung zählt, wenn die Ergebnisse in eine Debatte über Preise einfließen.

Frage 20 im offiziellen Bericht stellte drei hypothetische Optionen vor. 2026 entfielen 28, 59 und 12 Prozent auf bessere Leistungen gegen Aufpreis, den Status quo und weniger Gebühren samt Leistungen; 2023 waren es 12, 76 und 11 Prozent. Der Bericht kennzeichnet die ersten beiden Veränderungen als signifikant. Rundungen erklären die Abweichung von 100 Prozent.

Gemessen wurde eine erklärte Präferenz, kein Markttest. Die Frage nennt weder eine Leistung, die Befragte kaufen würden, noch einen akzeptierten Preis oder eine Zahlungsentscheidung ihrer Organisation. Sie fragt auch nicht nach Zustimmung zu einer allgemeinen Gebührenerhöhung. Die 28 Prozent als Nachfrageprognose auszulegen, ginge über die Erhebung hinaus.

ARIN berichtet von 930 vollständigen Antworten 2026 und 317 im Jahr 2023. Die Befragten 2026 waren beruflich vielfältiger und weniger erfahren; die Zusammensetzung wurde nicht an frühere Stichproben angeglichen. Die Fehlermarge von ±3 Prozentpunkten bei 95 Prozent gilt für die Gesamtstichprobe; Untergruppen sind unsicherer. Es ist kein Panel derselben Personen.

Ein betrieblicher Hinweis bleibt: Eine beträchtliche Minderheit hält bessere Leistungen grundsätzlich für einen Gegenwert höherer Kosten. Sollte ARIN differenzierte Angebote prüfen, muss sie Zusatzleistung, Mehrkosten, Zugangskriterien und den Grundumfang für alle benennen. Die Umfrage beantwortet das nicht, spricht aber für eine klare Definition vor einer Gebührenvorlage. ARIN veröffentlichte die Ergebnisse am 16. Oktober 2026 in ihrer offiziellen Mitteilung.