Zusammenfassung

  • APNIC plante für den 15. Oktober ein dreistündiges Sicherheitswartungsfenster in Brisbane und warnte vor möglichen Unterbrechungen der aufgeführten Dienste von bis zu fünf Minuten.
  • Der aktuelle Statusverlauf dokumentiert nun 2 Stunden 56 Minuten DASH-Wartung und 1 Minute 2 Sekunden für das RPKI Repository, misst aber nicht, wie lange einer der Dienste unerreichbar war.

Der öffentliche Verlauf liefert jetzt mehr Angaben zum Arbeitsfenster als eine grüne Verfügbarkeitszahl allein, aber noch keinen Wirkungsbericht. APNIC hatte Sicherheitsupdates für Netzwerkgeräte in seinen Rechenzentren in Brisbane am 15. Oktober von 06:00 bis 09:00 Uhr UTC+10 angesetzt. Das entspricht dem Zeitraum von 20:00 bis 23:00 Uhr UTC am 14. Oktober. Laut Ankündigung konnten die aufgeführten Dienste bis zu fünf Minuten unterbrochen sein.

APNICs Statusverlauf kennzeichnet inzwischen zwei zugehörige Wartungseinträge als abgeschlossen. Der DASH-Eintrag reicht von 20:03:29 bis 23:00:00 Uhr UTC; die angezeigte Dauer beträgt 2 Stunden 56 Minuten. Ein separater Eintrag für das RPKI Repository läuft von 21:51:30 bis 21:52:32 Uhr, also 1 Minute 2 Sekunden. Beide Fortschrittsmeldungen verweisen auf die Ankündigung vom 15. Oktober.

Die Zeitangaben stehen in Einträgen mit der Kennzeichnung „Network maintenance“. Sie messen nicht, wie lange DASH oder das Repository unerreichbar waren. Die fünf Minuten in der Ankündigung beschreiben eine mögliche Unterbrechung, keine beobachtete Dauer eines Dienstausfalls. Der Verlauf nennt daneben weder fehlgeschlagene Prüfungen noch betroffene Nutzeraktionen, Transaktionsergebnisse oder einen Wiederherstellungstest für die einzelnen Komponenten.

Auch der Zeitpunkt der Prüfung ist relevant. Bei einer früheren Abfrage um 09:16 Uhr UTC+10 wurde das Ereignis noch als „Upcoming Maintenance“ angezeigt; die Verfügbarkeitswerte standen bei 100 Prozent. Der aktuelle Verlauf enthält inzwischen abgeschlossene Wartungseinträge für einzelne Komponenten. Diese ergänzen die Chronologie des Wartungsstatus, berechnen aber keine rückwirkende Verfügbarkeit. APNIC erklärt weder, warum der DASH-Eintrag fast das gesamte angekündigte Fenster umfasst, noch, ob Nutzer eine Unterbrechung erlebten.

Die Ankündigung führte Mitgliederdienste, API, Web, RPKI und weitere Dienste auf. Betreiber müssen deshalb die protokollierte Wartung von einem Dienstausfall oder einer Wiederherstellung unterscheiden. Die beiden Einträge belegen weder eine Unterbrechung der RPKI-Veröffentlichung noch Routingfolgen, Schäden für Mitglieder oder einen Ausfall einer der beiden Komponenten.

Quellen: APNICs Service-Ankündigung vom 15. Oktober, APNIC Services Status und Theo Marchs frühere Analyse der öffentlichen Verfügbarkeitsberechnung von APNIC.