Zusammenfassung
- Revision 07 definiert kompakte IPFIX-Felder für SR-MPLS- und SRv6-PSIDs; Bedeutung entsteht erst im gepflegten Geltungsbereich der verantwortlichen Zuordnung.
- Ein Kandidatenwechsel kann die PSID ändern, lokale Reparatur kann Forwarding bei gleicher PSID ändern. Weder Wechsel noch Stabilität schließen einen Vorfall allein.
Vor und nach dem Linkausfall zeigte der Collector dieselbe PSID. Das Dashboard meldete deshalb „Pfad unverändert“. Tatsächlich leitete ein lokaler Schutz Pakete am defekten Betriebsmittel vorbei. Logischer SR-Pfad und PSID blieben bestehen. Export und Speicherung waren korrekt; die Interpretation hatte einen logischen Namen in einen Beleg für den physischen Verlauf verwandelt.
Revision 07 führt psidMplsLabelStackSection für MPLS-Label, Exp und S in drei Oktetten sowie srhPsidIPv6 mit 128 Bit ein. Das spart lange Segmentlisten. Selbstbeschreibend wird der Wert dadurch nicht.
Die Zahl ist nur die halbe Verbindung
Eine PSID kann eine Segmentliste, mehrere Listen eines Kandidaten oder mehrere Kandidaten einer SR Policy bezeichnen. Controller, Ingress oder Egress legt die Granularität fest und muss Werte im vorgesehenen Bereich unterscheidbar halten. Außerhalb dieses Bereichs ist Wiederverwendung für Korrelation undefiniert.
Zur belastbaren Verbindung gehören Exporting Process, Observation Domain, SR-Technik, Richtung, Zuordnungsautorität, Bereich und die zum Record-Zeitpunkt gültige Version. Detaillierte Beschaffung und Pflege lässt der Entwurf offen. Controller-Abfrage oder BGP-LS bilden einen zweiten Evidenzstrom. Kommt er zu spät, überschreibt Historie oder stammt aus einer anderen Domäne, bleibt die PSID syntaktisch richtig und die Zuschreibung falsch.
Unverändert heißt nicht unbewegt
Beim Wechsel auf einen Backup-Kandidaten erhalten Pakete dessen PSID; spätere Records können den Wechsel zeigen. Bleibt der logische Pfad bestehen und repariert FRR lokal, können Segmentliste und PSID gleich bleiben.
Eine neue PSID belegt höchstens einen anderen deklarierten Kontext. Sie beweist weder vollständige Umstellung noch Konvergenz oder Diensterholung. Eine stabile PSID schließt Umleitung, andere Links, Queues, Verlust oder Verschlechterung nicht aus. Sie benennt auch keinen Rückweg und ist ausdrücklich keine Qualitätskennzahl.
SRv6 verlangt eine Typprüfung
Der Metering Process muss das G-Flag verstehen. srhPsidIPv6 soll nur erfasst werden, wenn das Flag gesetzt ist und der letzte Eintrag wirklich eine PSID trägt. Erscheint das Feld ohne Flag, soll es ignoriert werden. 128 Bit beweisen keinen Objekttyp.
Zusätzliche Segmentlisten helfen, bleiben aber begrenzt: Reduced Mode kann die erste SID auslassen, komprimierte SIDs brauchen weitere Dekodierung und MPLS-Labels werden unterwegs getauscht oder entfernt. Mehr Felder ergeben keine universelle Hop-für-Hop-Spur.
Die vollständige Belegkette
Eine prüfbare Entscheidung bewahrt Exporter, Observation Domain, Metering Process und Template; Richtung, Technik, Feld und Zeit; Quelle, Bereich, Gültigkeit und Granularität der Zuordnung; deren rechtzeitige Ankunft; unabhängige Forwarding-, Schutz- und Leistungsdaten; sowie das maßgebliche Dienstergebnis.
PSIDs können Topologie und Verkehrsverteilung jenseits eines Fünf-Tupels offenlegen. Sammelerlaubnis ist keine pauschale Offenlegungserlaubnis.
Heng Lus Running-Code Primacy setzt die Reihenfolge: Ein registriertes Feld beschreibt Beobachtung, es erschafft keinen Pfad. Minimum Initial Specification begrenzt die gemeinsame Ebene auf portable Kodierung. Aufbewahrung, Schwellen und Abhilfe gehören zum Betreiber, der die Folge trägt. Ein Working-Group-Dokument wird erst durch Implementierung und Nutzung betrieblich real.
Dokumentstatus
Revision 07 ist ein aktiver OPSAWG Working-Group-Internet-Draft. Der Kopf nennt Standards Track, das eingefrorene Datatracker-Feld ist leer. TBD1 und TBD2 sind keine IANA-Zuweisungen. Implementierung, Einsatz oder Messergebnis werden nicht belegt.
Quellen
- IPFIX-PSID-Entwurf 07
- Datatracker
- IPFIX-Protokoll
- IPFIX-Informationsmodell
- MPLS-Label-Stack-Codierung
- Segment-Routing-Architektur
- SRv6 Segment Routing Header
- SR-Policy-Architektur
- MPLS-PSID
- SRv6-Export in IPFIX
- Decodierung komprimierter SRv6-Segmentlisten
- SR Policy über BGP-LS
- Begriffe der Netzbeobachtung
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