Zusammenfassung

  • RFC 9828 erlaubt RTP vor Fertigstellung des gesamten JPEG-2000-Codestreams, jedoch nur bei bestimmten Progressionsfolgen und einer Kachel.
  • Resync-, Sequenz-, Zeit-, Qualitäts- und Auflösungsfelder erleichtern Verarbeitung, sind aber keine Empfangs- oder Anzeigequittung.
  • Abnahme braucht getrennte Belege für Sitzung, Codierung, Netz, Empfängerzustand, Decodierergebnis und Glass-to-Glass-Zeit.

Der RFC 9828 wurde im August 2025 als IETF Proposed Standard veröffentlicht und definiert video/jpeg2000-scl. Ein JPEG-2000-Bild bildet einen eigenständigen Codestream. Der Main Header von SOC bis zum ersten SOT enthält globale Parameter und ist gewöhnlich zum Decodieren erforderlich. Main Packets tragen Extended-Header-Teile; Body Packets dürfen sie nicht tragen.

So können Codierung und Versand überlappen. Die Zulassung ist eng: Nur ORDH=4 (PCRL) und ORDH=6 (PRCL) gestatten Sub-Codestream-Latenz. Bei mehreren Kacheln muss ORDH=0 sein. Früher Versand ohne Nachweis dieser Anordnung erfüllt den Vertrag nicht.

Ein Body Packet kann mit ORDB, POS und PID einen Resync Point eines Precincts zeigen. Nach Verlust, Beschädigung oder gewolltem Filter kann der Empfänger später weiterverarbeiten. Der Punkt ersetzt keine Bytes, gilt nicht für mehrere Kacheln und beweist weder vorhandenen Headerzustand noch erfolgreiche Wiederaufnahme oder brauchbare Bildqualität.

16 RTP-Sequenzbits plus acht ESEQ-Bits ergeben 24 Bit. Das hilft am kurzen Wrap, bestätigt jedoch keine Zustellung. Lücken können aus Verlust, Reordering, Filterung oder einem anderen Messpunkt stammen.

Alle Pakete eines Bildes teilen einen 90-kHz-Presentation-Timestamp. PTSTAMP liefert 12 Bits der Sendeuhr und kann deren Rekonstruktion beschleunigen. Es soll nur bei genauer Erzeugung benutzt werden; aufeinanderfolgende Pakete mit gleichem Timestamp dürfen höchstens 4095 Ticks, rund 45 ms, auseinanderliegen. RFC 5450 behandelt allgemein nominale und tatsächliche Sendezeit. Empfangsuhr, Jitterpuffer, Capture und Scan-out bleiben Messaufgaben.

QUAL und RES erlauben das Weglassen höherer Qualität oder Auflösung. Ein reduziertes Bild ist nicht der Nachweis voller Güte. R=1 erlaubt Headerwiederverwendung, C=1 Code-Block-Caching. Der Sender kann laut RFC den Empfängercache wegen Verlust oder spätem Einstieg nicht sicher kennen.

IANA registriert video/jpeg2000-scl mit Format-, Größen-, Signal- und Anwendungs-Capabilities; SDP übermittelt die Erklärung. Fehlende Parameter bleiben unbestimmt. Bei syntaktisch bis 2^32−1 Pixeln je Dimension muss der Empfänger Ressourcen begrenzen und kontrolliert scheitern.

RFC 3550 liefert RTP, RFC 5371 den älteren JPEG-2000-Kontext. RFC-Editor-Eintrag, Text, Datatracker und Errata-Suche belegen Dokumentstatus, keine Produktleistung.

Running-Code Primacy trennt hier gemeinsame Spezifikation und laufendes Ergebnis. Minimum Initial Specification lässt lokale Ressourcenentscheidungen beim Empfänger; Reality, Not Advocacy begrenzt die Aussage auf Belege. Das ist redaktionelle Anwendung, keine IETF-Motivation.

Die Kette reicht von Sitzung und Progression über Versand und Netz zu Header/Cache, Resync, Bildausgabe und gemeinsamer Capture-to-Display-Zeit. Das erste Paket schließt nur eine Station.