Zusammenfassung

  • RFC 2007 fror die bis Oktober 1996 eingegangenen Vorlagen ein; Aktualisierungen gehörten in die Online-Fassung, ein Webformular, den E-Mail-Weg und die Prüfung durch einen kleinen internationalen Freiwilligenausschuss.
  • Kategorie, Zielgruppe, Sprache, Kosten, Zugriff sowie Inhaltsrevision, Eintragsänderung und letzte Prüfung machten Aussagen trennbar, bewiesen aber weder künftige Erreichbarkeit noch synchrone Sprachfassungen, dauerhafte Qualität oder Lernerfolg.

RFC 2007 enthielt Einträge, deren letzte Prüfung ausdrücklich Never lautete. Sie standen trotzdem im veröffentlichten Katalog. Diese scheinbare Unvollständigkeit war aufschlussreich: Aufnahme und Verifikation waren verschiedene Entscheidungen.

Jill Foster, Margaret Isaacs und Mark Prior veröffentlichten den Informational RFC im Oktober 1996 für die Network Training Materials Working Group, TRAINMAT. Das Dokument wurde FYI 29. Die Zahl der Internetnutzer und Dienste wuchs schneller als die Kapazität von Bibliotheken, Rechenzentren und fachlichen Supportstellen, immer neue Schulungsunterlagen zu erstellen.

Der Katalog sollte vorhandene Arbeit wiederverwendbar machen. Er umfasste Nutzer-, Ressourcen- und Trainerhandbücher, Präsentationen, Workshop-Übungen, Selbstlernmaterial und Online-Sammlungen. Schulung wurde großzügig verstanden, aber eine reine Befehlsreferenz reichte nicht. Ein internationales Verzeichnis sollte lokalspezifische Materialien gewöhnlich ausschließen, konnte jedoch hinreichend allgemein nutzbare regionale Werke aufnehmen.

Die Sammlung wollte Qualität auswählen, nicht alles erfassen. Material ab zwei Jahren brauchte besondere Prüfung. Ein etablierter Beschaffungsweg war Voraussetzung; kostenlos musste er nicht sein. Das war redaktionelle Auswahl, keine standardisierte Messung von Wissen oder Verhaltensänderung.

Der RFC war die Akte, das Netz der Änderungsweg

Das Dokument nennt den Katalog ein „living document“. Zugleich sagt es, dass die Online-Fassung aktueller als der RFC sein werde und deshalb als Grundlage für Änderungen dienen solle. Abschnitt 5 enthält die bis zum Publikationsstichtag eingegangenen ausgefüllten Vorlagen und verweist auf mögliche neuere Online-Daten.

Die beiden Fassungen beantworteten unterschiedliche Fragen. Der RFC bewahrte, was bis zum Stichtag empfangen und aufgenommen worden war. Das Online-Verzeichnis sollte zeigen, was die Betreuer später wussten. Ein veränderliches System ohne Versionen zerstört den historischen Nachweis; ein statischer Text als aktuelles Inventar überdehnt alte Angaben.

Neue und geänderte Einträge kamen bevorzugt über ein HTML-Formular, alternativ per E-Mail. Wer eine neue Vorlage eingab, wurde als verantwortliche Person geführt. Ein kleiner internationaler Redaktionsausschuss aus TRAINMAT-Freiwilligen prüfte Änderungen und Neuaufnahmen. Aktualisierung erfolgte ausdrücklich nach bestem Bemühen und unter Vorbehalt der Prüfung.

Damit war kein Service-Level versprochen. Die Formulierung benannte den Prozess und seine Knappheit. Produzent, Einreicher, Redaktion und Verzeichnisbetreiber hatten getrennte Zuständigkeiten. Die Redaktion konnte einen Eintrag akzeptieren, aber nicht den Server, den Preis oder jede Sprachfassung kontrollieren.

Die Vorlage trennte Objekt, Zugang und Verwahrung

Handle, Kategorie, Land, Titel, Autor, Organisation, Zielgruppenniveau, Sprache, Schlüsselwörter, Beschreibung und Kontakt beschrieben das Material. Kosten und Zugriffstyp führten zu eigenen Feldern für E-Mail, FTP, Gopher, WWW oder Offline-Medien: Befehl, URL, Login, Größe, Inhaltstyp, technische Voraussetzungen, Verlag und Referenz.

Daneben standen drei Uhren. Latest-Revision-Date galt dem Inhalt. Record-Last-Modified-Date galt dem Katalogeintrag und wurde vom Formular automatisch ergänzt. Record-Last-Verified-Date galt der letzten Inhaltsprüfung. Name und E-Mail des letzten Bearbeiters hielten die minimale Verwahrung fest.

Eine neue Kontaktadresse macht alten Unterricht nicht neu. Eine neue Kursausgabe beweist nicht, dass der Katalog sie kennt. Eine erfolgreiche Abfrage beweist nicht, dass sie morgen wieder gelingt. Die getrennten Daten verhinderten diese falsche Aktualität.

Mehrsprachige Beispiele führen mehrere Sprachen, aber nur ein Revisionsdatum. Das belegt eine eingetragene Behauptung über Sprachangebote, nicht die Gleichheit der Fassungen. Leere Revisionen, unbekannte Kosten und nie geprüfte Einträge zeigen, dass die Struktur Ungewissheit zuließ.

„Geprüft“ brauchte ein Verfahren

RFC 2007 definiert das Feld als Datum der letzten Inhaltsprüfung, nicht aber die Methode. Es bleibt offen, ob jemand nur eine URL öffnete, eine Datei lud, erforderliche Software testete, Übungen las oder einen Preis bestätigte. Das Feld kennt auch keine Gültigkeitsdauer und keine Dauerüberwachung.

Eine aktuelle Verfügbarkeitsaussage braucht eine aktuelle Zugriffsbeobachtung. Aktualität braucht Inhaltsvergleich. Sprachliche Synchronität braucht Fassungsstände und Fingerabdrücke. Pädagogische Qualität und Wirkung brauchen Kriterien, Teilnehmer und Ergebnisse. Aufnahme, vollständige Metadaten und ein Datum ersetzen diese Belege nicht.

Der Katalog war deshalb nicht wertlos. Er war ehrlich begrenzt. Er hielt Empfang, Auswahl, Bearbeitung und Prüfung auseinander. Gerade diese Trennung macht einen späteren Zweifel untersuchbar.

Quellen und Grenze

Grundlage sind RFC 2007, der RFC-Editor-Eintrag und der Datatracker. Die IETF-27-Proceedings und das RIPE-Archiv der RTC-Charta dokumentieren die frühere Sammel- und Klassifikationsabsicht. RFC 2150 verzeichnet RFC 2007 als FYI; RFC 1175 markiert die hier ausgeschlossene allgemeine Bibliografie.

Die Quellen bewerten keinen einzelnen Kurs, keinen heutigen Dienst und keinen Lernerfolg.