Zusammenfassung

  • ClinicalTrials.gov startete am 29. Februar 2000; die frühe Suche ergänzte Synonyme und machte die ausgeführte Abfrage einsehbar.
  • Voreinstellungen zum Rekrutierungsstatus formten die Trefferliste. Später konnten andere Websites ihre Besucher über Suchlinks zur gepflegten Sammlung schicken.

Wer ein öffentliches Register benutzt, sollte am Eingang keinen Vokabeltest bestehen müssen. ClinicalTrials.gov verlegte einen Teil der Prüfung in die Maschine. Bei der englischen Eingabe „heart attack“ suchte sie auch nach „myocardial infarction“. Das Suchfeld hatte seine Fachwörter gelernt, damit der Besucher mit seinen eigenen anfangen konnte.

Der Dienst ging am 29. Februar 2000 online. Die erste Sammlung umfasste mehr als 4.000 Studien, überwiegend mit Unterstützung von NIH. Die Mitteilung zum Start samt Fragen und Antworten beschrieb Angaben zu Zweck, Teilnahmebedingungen, Standorten und Ansprechpartnern. Der Zugang war kostenlos; Anmeldung und Passwort entfielen. Wer weitere Informationen wollte, konnte das zuständige Studienteam kontaktieren.

Doch ein veröffentlichter Datensatz muss auch zur Frage passen, die jemand eintippt. Tony Tse erläuterte in seinem Leitfaden vom September 2000, wie Synonyme ergänzt und alternative Schreibweisen angeboten wurden. Außerdem ließ sich die tatsächlich ausgeführte Abfrage anzeigen. Die Maschine zeigte ihre Ergänzungen. Aus wenigen Wörtern war eine längere Suchanweisung geworden, deren Inhalt der Nutzer prüfen konnte.

Auch die Voreinstellungen sortierten mit. Zunächst erschienen Studien, die Teilnehmer aufnahmen oder die Aufnahme noch vor sich hatten. Ein zusätzliches Häkchen holte auch abgeschlossene, ausgesetzte, abgebrochene oder für weitere Teilnehmer geschlossene Studien in die Suche. Ihre Einträge blieben in der Sammlung. Die erste Ansicht war auf Menschen ausgerichtet, die eine Möglichkeit zur Teilnahme suchten.

Die Arbeit am Zugang setzte sich fort. Ein Bulletin vom August 2002 stellte im Mai ergänzte Funktionen vor: innerhalb gefundener Ergebnisse weiterzusuchen, Abfragedetails zu bearbeiten und andere Kombinationen von Suchwörtern auszuprobieren. Das Beispiel einer natürlich formulierten Frage lieferte zunächst keine Treffer. Vorschläge halfen bei der Umformulierung. Ein verständlicher Satz und eine erfolgreiche Datenbanksuche waren zwei Aufgaben, um deren Verbindung sich jemand kümmern musste.

Das Bulletin erklärte auch Suchlinks für Bibliotheken und andere Websites. Sie konnten Besucher direkt zu passenden Studien führen. Beim Anklicken wurde die gepflegte Sammlung erneut abgefragt. Eine anderswo kopierte Liste hätte dagegen eigene Aktualisierungsarbeit verlangt. So wurde aus der öffentlichen Adresse ein brauchbarer Zugang: mit Wortschatzhilfe, nachvollziehbarer Interpretation und Wegen, die über die Startseite hinausführten.