Summary
- Ein von Amazon bereitgestellter zusammenhängender öffentlicher IPv4-Block kostet 0,008 US-Dollar pro Adresse und Stunde. Ab Bereitstellung werden sämtliche Adressen gezählt; angefangene Stunden gelten als volle Stunden. Die übliche Gebühr für aktive oder ungenutzte öffentliche IPv4-Adressen kommt für Adressen dieses Blocks nicht noch einmal hinzu.
- Gewöhnliche öffentliche IPv4-Adressen kosten bei AWS aktiv wie ungenutzt 0,005 US-Dollar pro Adresse und Stunde, sekundengenau mit mindestens 60 Sekunden. Die Standardgröße des zusammenhängenden Blocks ist /28 mit 16 Adressen. Bezahlt wird die geordnete Reserve, nicht bloß die Zahl bereits zugewiesener Elastic IPs.
Die Reservierung schreibt die Rechnung
Wer Adressen in fremde Firewalls eintragen lassen muss, kennt den Wert einer kurzen Regel. Statt viele einzelne IPv4-Adressen bei jedem Partner zu pflegen, lässt sich ein zusammenhängender Bereich übergeben. AWS macht das mit IPAM möglich: Ein Amazon-eigener öffentlicher Block wird in einen Pool eingebracht, aus dem der Kunde aufeinanderfolgende Elastic IPs zuweist. Der wirtschaftliche Schritt ist die Reservierung des Blocks. Erst später entsteht daraus eine konkrete Adresse an einer Instanz oder einem anderen Dienst.
Auf der Preisseite steht ein /29-Beispiel mit acht Adressen. Vier Elastic IPs laufen an EC2-Instanzen, zwei weitere sind ungenutzt. Bezahlt werden trotzdem acht Adressen zu je 0,008 US-Dollar pro Stunde. AWS stellt ausdrücklich klar, dass für die Adressen des Blocks keine zusätzliche normale Gebühr von 0,005 US-Dollar für aktive oder ungenutzte öffentliche IPv4 anfällt. Eine Inventarliste mit sechs Elastic IPs greift deshalb zu kurz; eine Rechnung mit beiden Tarifen wäre ebenso falsch.
Die aktuelle IPAM-Quote nennt /28 als Standard-Netzmaske für einen solchen Block. Das sind 16 Adressen. Innerhalb der Quote sind Größen von /28 bis /30 zulässig; ein größerer Block braucht eine Quotenerhöhung durch AWS Support. Für ein dauerhaft bereitgestelltes /28 ergeben 16 × 0,008 US-Dollar 0,128 US-Dollar je voller Abrechnungsstunde und 92,16 US-Dollar für 30 lückenlose Tage. Das ist Tarifmathematik, keine beobachtete Kundenrechnung. AWS selbst rechnet in einem /30-Beispiel vier Adressen über 30 Tage zu 23,04 US-Dollar ab. Auch wenn daraus nur zwei Elastic IPs entstehen, bleibt die Grundlage der Block mit vier Adressen.
Der gewöhnliche öffentliche IPv4-Tarif bildet den Vergleich: 0,005 US-Dollar je Stunde für eine aktive oder ungenutzte Adresse, berechnet in Sekunden mit 60 Sekunden Mindestdauer. Sechzehn solcher Adressen über dieselben 30 vollen Tage würden 57,60 US-Dollar an Adressgebühren kosten. Pro Adresse liegt der Blocktarif 60 Prozent darüber, und eine angefangene Stunde wird ganz berechnet. Die verstreuten Einzeladressen liefern allerdings keine zusammenhängende Spanne für einen Partner, der genau diese Spanne verlangt.
Für die gemeinsame Nutzung eines Blocks über mehrere Konten nennt die AWS-Anleitung AWS Organizations und AWS RAM. Wer einen Bereich für mehrere Umgebungen einkauft, muss deshalb Pool-Eigentümer, Partnerregeln und Budgetverantwortung festlegen. Die Zahl der gerade aktiven Elastic IPs ist nur ein Teil dieser Beschaffung.
Die Quellen kennen keine konkrete Kundenbelegung und keinen gemessenen Zeitgewinn. Entscheidend ist die eigene Anforderung: Welche Partner verlangen tatsächlich einen einzigen Bereich, wie viele Adressen gehören hinein und wie lange muss er bleiben? AWS hat die Miete für den leeren Platz öffentlich gemacht. Die Begründung für diesen Platz muss der Käufer liefern.
Sources
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