Summary
- Laut Messanleitung beginnt die Stunde mit
unsubscribe-pending. Die Preisanleitung setztLicense Deprovisioned - Manufacturerhinter die Stunde. Die EventBridge-Anleitung lässt mit eben diesem Lizenzereignis die Stunde erst beginnen. - Nach Fristablauf lehnt AWS Verbrauchsmeldungen ab. Anbieter brauchen den Beleg über angenommene Einheiten; Käufer müssen Kündigung, Restverbrauch und Schlussrechnung miteinander abgleichen.
Die Rechnung hat einen Endpunkt. Die Anleitung zum Endpunkt hat zwei entgegengesetzte Pfeile.
AWS Marketplace berechnet variable SaaS-Gebühren anhand der Messdaten des Anbieters. In der Anleitung zur Verbrauchsmessung führt die Kündigung eines Abonnementprodukts zunächst zu unsubscribe-pending. Danach hat der Anbieter eine Stunde, um noch nicht gemeldete Einheiten einzureichen; nach unsubscribe-success werden weitere Meldungen nicht berücksichtigt. Bei mehreren parallelen Verträgen für dasselbe Produkt gilt das Fenster für die einzelne gekündigte Lizenz.
Die Preisanleitung setzt andere Marken. Auf ein Ereignis zum Ende der Kaufvereinbarung folgt eine Stunde für den Restverbrauch. Erst nach dieser Stunde kommt License Deprovisioned - Manufacturer. Von diesem Zeitpunkt an könne der Anbieter keine Messdaten mehr übermitteln. Hier ist das Lizenzereignis das Schlusssignal.
Die EventBridge-Anleitung nennt dasselbe Ereignis als Startsignal. Ihre Ereignistabelle beschreibt License Deprovisioned - Manufacturer als Beginn des einstündigen Schlussfensters für nutzungsbasierte Produkte. Auch der eigene Abschnitt dazu zählt eine Stunde ab Empfang des Signals für die Übermittlung über BatchMeterUsage; anschließend lehnt die API die Daten ab. AWS positioniert denselben Ereignisnamen damit auf beiden Seiten der Frist.
Für einen Anbieter ist das ein konkretes Erlösrisiko. Wer auf das Lizenzereignis wartet, weil die EventBridge-Anleitung es verlangt, wäre nach dem Ablauf der Preisanleitung schon zu spät. Wer beim Vertragsende die Bücher schließt, könnte noch annehmbare Nutzung liegen lassen. Aus den öffentlich zugänglichen Texten geht keine gemessene Produktionsreihenfolge hervor. Der Widerspruch betrifft die Dokumentation, während der tatsächliche API-Schnittpunkt offen bleibt.
AWS erlaubt während eines aktiven Abonnements Messdaten mit bis zu 24 Stunden altem Zeitstempel. Nach der Abmeldung sollen ausstehende Daten binnen einer Stunde eintreffen. Daneben gibt es am Monatswechsel eine sechs Stunden lange Nachfrist für den Vormonat; sie gehört zum Abrechnungszyklus und verlängert nicht automatisch das Kündigungsfenster. Die Kostenberichte des Käufers erscheinen zudem nicht in Echtzeit. Ein sichtbarer Kündigungsstatus ist daher noch keine geprüfte Schlussrechnung.
Die belastbare Akte wird pro Vereinbarung geführt: Kündigungszeit, eingegangene Ereignisse und ihre Zeitstempel, Nutzungsperiode, BatchMeterUsage-Anfrage, Annahme oder Ablehnung und spätere Rechnungszeile. Es fehlt eine datierte AWS-Spezifikation oder ein überprüfbarer API-Mitschnitt, der Reihenfolge und Annahmeschluss je Preismodell festlegt. Bis dahin sollte das erste einschlägige Signal die Schlussmeldung auslösen; die API-Antwort ist der entscheidende Beleg.
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