Summary
- Der Entwurf für den Albury-Sendeplan gibt den neuen 107,3-MHz-UKW-Sender von 2AY erst frei, wenn 2REM seine bisherige Ausstrahlung dort beendet und neue Signale in Albury und Culcairn sendet. Zusätzlich müssen zwei 2AAA-Füllsender in Ladysmith und Uranquinty laufen.
- Laut ACMAs Konsultationspapier wären mit 2AYs neuem Signal modellhaft 1.519–2.651 Menschen von möglicher Störung bei 2AAA betroffen. Die beiden Füllsender senken die modellierte Spanne auf 1.009–1.446.
- Für Uranquinty steht im Albury-Entwurf TS120001546, im Wagga-Wagga-Entwurf TS12001546. Stellungnahmen nimmt ACMA bis zum 30. November 2026, 17 Uhr australischer Ost-Sommerzeit, entgegen.
Der größte Sender in dieser Planung muss warten. ACMA will den kommerziellen 2AY von 1494 kHz auf Mittelwelle nach 107,3 MHz auf UKW verlegen. Am Standort Mt Baranduda könnte die neue Richtantenne in bestimmten Sektoren bis zu 100 kW maximale effektive Strahlungsleistung erreichen. Wer nur diese Zahl liest, sieht eine Modernisierung. Wer die Betriebsvoraussetzung liest, sieht einen Ablaufplan für zwei andere Veranstalter.
Anlage 1.12A des Albury-Entwurfs stellt fünf Ereignisse nebeneinander und verlangt alle. Der Communitysender 2REM muss die bisherige Übertragung auf 107,3 MHz beenden. Er muss auf 90,5 MHz in Albury und auf 96,3 MHz über einen neuen Füllsender in Culcairn senden. Der Communitysender 2AAA muss seine beiden neuen 97,5-MHz-Füllsender in Ladysmith und Uranquinty in Betrieb nehmen. Erst am ersten Tag nach Erfüllung aller fünf Punkte darf die 2AY-Spezifikation TS12001372 verwendet werden. Die letzten beiden Punkte gehören zum Sendeplan einer anderen Region.
Der Unterschied zwischen einer geplanten Frequenz und einer laufenden Ausstrahlung ist hier entscheidend. Eine technische Anlage in einem Entwurf versorgt noch keinen Hörer. Auch das Räumen von 107,3 MHz durch 2REM reicht allein nicht: 2REM muss seine Ersatzsignale senden und 2AAA seine beiden Schutzsignale. Der geplante kommerzielle Start in Albury hängt damit von tatsächlich arbeitenden Communityanlagen in mehreren Orten ab.
Warum Wagga Wagga mitentscheidet
2AAA sendet sein Hauptprogramm auf 107,1 MHz. Die geplanten 107,3 MHz von 2AY liegen dicht daneben. ACMAs Interferenzrechnung setzt mit dem neuen kommerziellen Signal 1.519–2.651 Menschen in den Bereich möglicher Störung des 2AAA-Dienstes. Ohne die neue 2AY-UKW-Anlage schätzt das Papier für vorhandene Dienste 50–156. Es handelt sich um Ausbreitungsmodelle, nicht um bereits gemeldete Empfangsausfälle. Der Sprung erklärt, warum der Regulierer die Nachbarregion nicht in einer Randnotiz abhandelt.
2AAA wollte seine Hauptfrequenz behalten. ACMA schlägt deshalb zwei Füllsender auf 97,5 MHz vor, mit maximal 10 W in Ladysmith und 25 W in Uranquinty. Die modellierte Zahl möglicherweise betroffener Menschen fällt damit auf 1.009–1.446. Ein Restrisiko in Randgebieten bleibt. Das Papier berichtet, dass 2AAA diese Lösung akzeptiert und 2AY-Lizenznehmer Ace Radio den Wechsel unterstützt. Der Kompromiss hat zwei Seiten: 2AY erhält Platz für einen starken UKW-Sender, während 2AAA mit kleinen zusätzlichen Anlagen einen Teil der erwarteten Empfangsprobleme abfängt.
ACMA hat die Füllsender zur Vorbedingung gemacht. Würde 2AY zuerst senden und 2AAA erst später nachrüsten, läge die Dringlichkeit auf der falschen Seite. Der Entwurf verlangt, dass die versprochene Entlastung tatsächlich sendet, bevor der neue kommerzielle Störfaktor hinzukommt. Für den wirtschaftlich interessierten Lizenznehmer wird die technische Hilfe für den Nachbarn damit Teil des eigenen Zeitplans.
In Albury selbst muss 2REM von 107,3 auf 90,5 MHz wechseln; die neue Hauptausstrahlung hätte höchstens 2 kW. Ein 96,3-MHz-Füllsender mit maximal 50 W soll Culcairn bedienen. Der Sender muss also ein altes Signal abschalten und zwei neue zum Laufen bringen. Eine Frequenzänderung klingt auf Papier klein, kostet den Communityanbieter aber konkrete Arbeit an Anlagen und Empfang. Genau deshalb nennt die technische Bedingung nicht nur das frei werdende Band, sondern auch die Ersatzversorgung.
Die zusätzliche Null im fünften Punkt
Der Albury-Entwurf verlangt für Uranquinty eine Ausstrahlung nach TS120001546. Der Wagga-Wagga-Entwurf führt denselben 97,5-MHz-Sender unter Lizenz SL3039 in Tabelle und Anlage 4.8 als TS12001546. Im Verweis aus Albury steht eine Null zu viel. Ort, Frequenz und Lizenz machen das gemeinte Gerät erkennbar. Eine verbindliche Startbedingung sollte dennoch exakt auf die zugehörige Spezifikation zeigen. ACMA kann das vor der endgültigen Fassung bereinigen; Betreiber brauchen an dieser Stelle keinen Interpretationswettbewerb.
Danach laufen zwei verschiedene 28-Tage-Fristen. Die alte 107,3-MHz-Spezifikation von 2REM würde 28 Tage nach Beginn der 90,5-MHz-Übertragung wegfallen. Die alte 1494-kHz-Mittelwellen-Spezifikation von 2AY würde 28 Tage nach dem ersten UKW-Signal von 2AY wegfallen. Jede Frist hat ihren eigenen Auslöser. Die erste Frist erlaubt keine gleichzeitige 107,3-MHz-Ausstrahlung beider Stationen: Vor 2AYs UKW-Start muss die alte 2REM-Übertragung laut Anlage bereits beendet sein. Die Fristen regeln das Ende alter Rechte, die fünf Punkte den Beginn des neuen Betriebs.
Die am 30. Oktober eröffnete Konsultation enthält keine tatsächlichen Startdaten für diese Schritte. Maßgeblich werden die registrierten Endfassungen und danach der Stopp des alten 2REM-Signals, die vier neuen Communityausstrahlungen und der erste UKW-Tag von 2AY. Bis diese Reihenfolge dokumentiert ist, verdeckt die Schlagzeile „2AY geht auf UKW“ die Arbeit, die den Start überhaupt ermöglicht.
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