Zusammenfassung

  • Die September-Mitteilung meldet NICTAs Vergabebereitschaft für 2,6 und 3,5 GHz, nennt aber weder eine konkrete Zuteilung noch deren Wirksamkeitsdatum.
  • Der 2,6-GHz-Plan bindet alle Lizenznehmer an TDD-Synchronisierung; das Gesetz macht Lizenzgrenzen, Wirksamkeit und Registereintrag zu den überprüfbaren Belegen der Zuteilung.

Papua-Neuguineas 5G-Vorhaben hat den Punkt erreicht, an dem die Regulierungsbehörde sagt: Die Unterlagen sind fertig. Jetzt entscheidet sich, was in der Lizenz steht und welche gemeinsame technische Regel jedes Netz einhalten muss.

Am 4. September veröffentlichte das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologie die Ankündigung von NICTA-Chef Brian Riches: Die Behörde sei bereit, mobile 5G-Lizenzen zu vergeben. Genannt werden die Bänder 2,6 und 3,5 GHz; die rechtlichen, technischen und regulatorischen Arbeiten seien abgeschlossen. Als Nächstes sollen Lizenznehmer planen und Netze ausrollen, während NICTA die Lizenzbedingungen überwacht.

Eine Bereitschaftsmeldung ist noch keine Lizenz. Das nationale IKT-Gesetz ermächtigt NICTA, Spektrumrechte zu vergeben. Zugleich beschreibt es die Lizenz konkret: Sie gilt für einen bestimmten Frequenzabschnitt und ein geografisches Gebiet und enthält Bedingungen. Wirksam wird sie mit der Erteilung oder zu einem späteren, in der Lizenz genannten Zeitpunkt. Eine Zuteilung gilt erst, nachdem das öffentliche Register aktualisiert wurde. Das Gesetz nennt fünf bis fünfzehn Jahre als vorgesehene Laufzeit.

Das sind die Felder, die aus „5G-Spektrum“ ein Betriebsrecht machen. Das Band benennt die grobe Lage, der Abschnitt den konkreten Anteil. Das Gebiet legt fest, wo das Recht gilt. Das Wirksamkeitsdatum startet die Frist; Bedingungen halten fest, was der Lizenznehmer leisten muss. Das Register macht die Zuteilung überprüfbar.

Für 2,6 GHz gibt es bereits eine greifbare Betriebsregel. Das Band reicht von 2500 bis 2690 MHz und umfasst 190 MHz. NICTA hat einen TDD-Kanalplan festgelegt und verpflichtet alle Lizenznehmer des Bandes zur Einhaltung der Synchronisierungsregeln. Nach Darstellung der Behörde kann die zeitliche Abstimmung Störungen zwischen Netzen verhindern, die TDD ohne Schutzbänder gemeinsam nutzen.

Das ist keine technische Fußnote. Bei TDD wechseln sich Senden und Empfangen zeitlich ab; die Netze müssen ihren Takt aufeinander abstimmen. Betreiber können getrennte Abschnitte erhalten und trotzdem denselben Funkraum teilen. Wenn jeder seine eigene Uhr stellt, löst eine sauber gezogene Lizenzgrenze das Koordinationsproblem nicht.

Die September-Mitteilung nennt auch 3,5 GHz. Die veröffentlichte Synchronisierungspflicht betrifft jedoch 2,6 GHz. Sie sollte nicht automatisch auf das andere Band übertragen werden; dort zählen die passenden Frequenzpläne und Lizenzen.

Die öffentliche Prüfung ist einfach zu formulieren: Lizenz, Abschnitt, Gebiet, Wirksamkeitsdatum und Bedingungen finden, danach den aktualisierten Registereintrag kontrollieren. Für 2,6 GHz kommt die Frage nach dem gemeinsamen Synchronisierungsverfahren hinzu. NICTA hat den Start angekündigt. Lizenz und Uhr zeigen, wie der Betrieb aussehen soll.

Quellen: https://www.ict.gov.pg/nicta-announces-5g-licensing-for-mobile-operators/; NICTA 2.6 GHz channelling and synchronisation plan; National Information and Communications Technology Act 2009.