Zusammenfassung

  • Whittleseas Stadtrat forderte am 20. Oktober eine Pause für Rechenzentrumsgenehmigungen, bis Victoria seine Planungsreform abgeschlossen und in die Regelwerke aufgenommen hat. Der noch offene Antrag für 165 Williamsons Road gehört ausdrücklich dazu.
  • Dieser Antrag ging am 13. August ein. Das neue ministerielle Erwartungspapier gilt erst für Anträge ab dem 23. September und nimmt frühere Einreichungen ausdrücklich aus.

Im Rathaus steht ein Stoppschild. Der Genehmigungsstempel liegt beim Bundesstaat Victoria. Whittlesea teilte am 23. Oktober mit, dass der Stadtrat eine Moratoriumsforderung beschlossen hat. Die Regierung soll mit weiteren Rechenzentrumsgenehmigungen warten, bis ihre geplanten Reformen fertig und Bestandteil der Planungsvorschriften sind. Für das Vorhaben an der 165 Williamsons Road in South Morang verlangt die Stadt, die Entscheidung sofort zurückzustellen.

Warum der Rat auf einen formellen Halt drängt, zeigt ein älterer Eintrag. Das staatliche Genehmigungsregister verzeichnet für ein anderes Grundstück in South Morang eine Genehmigung vom 12. September 2024; betroffen sind 525 und 535 McDonalds Road sowie 765 Plenty Road. Whittlesea hatte Einwände erhoben. Über Vorhaben im Development Facilitation Program entscheidet jedoch der Bundesstaat. Der Rat kann Stellung nehmen und Nachbarn anhören. Den Bescheid unterschreibt er nicht.

Beim aktuellen Antrag entscheidet zudem ein Datum über die Reichweite der neuen Vorgaben. Victoria registrierte PA2604586 am 13. August 2026 und veröffentlichte am 9. Oktober die Bekanntmachung; ein Bescheid ist im Register noch nicht eingetragen. Die Erklärung der Planungsministerin vom 5. Oktober nennt den 23. September als Beginn ihres Anwendungsbereichs. Anträge bis einschließlich 22. September bleiben ausdrücklich draußen. Die Augustakte liegt auf der alten Seite dieser Grenze.

Im neuen Papier stehen Anforderungen zu Abständen von Wohnungen und sensiblen Nutzungen, Behördenbeteiligung, Wasser, Energie, öffentlicher Bekanntmachung und lokalem Nutzen. Später sollen daraus Änderungen der Planungsvorschriften werden. Für den offenen Fall zählt nun der staatliche Bescheid und seine Begründung: Welches Gewicht erhalten die Eingaben der Stadt und der Anwohner? Whittlesea sammelt schriftliche Stellungnahmen und will sie an die Ministerin weitergeben. Der Briefkasten funktioniert. Ob er die Hand mit dem Stempel bewegt, steht in der Entscheidung.

Quellen