Summary
- BroadBand Tower und NTT East verbanden New Otemachi in Tokio mit dem Sapporo-East-Gebäude über eine optische 100-Gbit/s-Leitung. Das entfernte Lesen großer Dateien war rund drei Prozent langsamer als am selben Standort; die gemessene Einweg-Latenz der Versuchsstrecke betrug 7,14 ms.
- Das Rechenzentrum Ishikari Shinko läuft seit September und besitzt eine kommerzielle Direktverbindung nach Tokio. Die dort gemessenen 6,38 ms Einweg-Latenz beschreiben die Leitung nach Ishikari; der Speicherbenchmark gehört zu Sapporo.
Der Benchmark endet vor dem Verkaufsstandort
Wer Rechenleistung und Speicher aus Tokio nach Hokkaido verlagern will, muss mehr liefern als einen Glasfaserprospekt. Bei jeder großen Datei entscheidet sich, ob der entfernte Standort für den Betrieb taugt. Der gemeinsame Bericht vom 27. Oktober liefert dafür einen greifbaren Versuch: Auf über 1.000 Kilometern sank die Leserate großer Dateien gegenüber einer lokalen Anordnung um ungefähr drei Prozent. Der Zeitunterschied für den getesteten Lesevorgang lag unter einer Sekunde.
Die Versuchsanordnung war konkret. Je drei PowerScale-F200-Speichereinheiten standen in BroadBand Towers Rechenzentrum New Otemachi und in einem Gebäude von NTT East in Sapporo. Dazwischen lag eine 100-Gbit/s-Verbindung des Dienstes All-Photonics Connect. NTT East maß 7,14 ms Laufzeit in einer Richtung und weniger als 16 Nanosekunden Schwankung. Die Firmen meldeten außerdem erfolgreiche Erkennung und Abwehr eines simulierten Ransomware-Angriffs auf beiden Speicherbereichen. Das sind Ergebnisse für diese Geräte, diese Strecke und diese Aufgabe.
Im ursprünglichen Plan von November 2025 war Sapporo ausdrücklich Ersatz für das damals noch geplante Rechenzentrum in Ishikari. BroadBand Tower nahm Ishikari Shinko am 14. September in Betrieb und meldete die kommerzielle optische Direktverbindung nach New Otemachi. Die Standortbeschreibung nennt standardmäßig 10 kVA je Rack und die freie Wahl des Netzbetreibers. Die Firma kann den Standort anbieten. Für den Speicherwert nutzt sie bislang einen Versuch am Ersatzort.
Die Mitteilung nennt auch einen eigenen Messwert für die kommerzielle Strecke Tokio–Ishikari: 6,38 ms Einweg-Latenz bei weniger als 13 Nanosekunden Schwankung. Eine Leitungskennzahl beantwortet keine Frage nach Dateizugriff, Schreiblast oder Wiederanlauf im neuen Rechenzentrum. Ein benannter Ishikari-Kunde mit produktiver Speicherlast, gemessener Leistung und Vertragskonditionen würde den Wert der Fernspeicheridee für den Markt belegen.
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