Zusammenfassung
- Typ 136 bestand aus fester Länge 4 und einer 16-Bit-SATNET-Stream-ID, die in alle Fragmente kopiert wurde.
- Host- und Routerregeln entzogen dem Wert zuerst jede Wirkung; formelle Abwertung und Filterempfehlung folgten später.
Ein Etikett als Brücke
RFC 791 definierte ein minimales Format: Typ 136, Länge 4, danach zwei Oktette Stream-ID. Es sollte eine SATNET-Kennung durch Netze tragen, die keinen Strombegriff unterstützten. Das gesetzte Copy-Bit vererbte den Wert an jedes Fragment; im Datagramm durfte die Option nur einmal vorkommen.
Damit konnten Zwischenstationen den Wert ohne Verständnis bewahren. Die vier Bytes enthielten jedoch weder Zuweisung noch Aushandlung, Prüfung oder eigenständige Internetbedeutung. Als der SATNET-Zweck entfiel, blieb nur die Hülle.
RFC 1122 nannte sie bereits obsolet: Hosts sollten sie nicht senden und mussten sie beim Empfang still ignorieren. RFC 1812 verlangte von Routern, sie nicht zu erzeugen, lokal zu ignorieren und beim Weiterleiten unverändert durchzulassen. Ignorieren entzog dem Feld Macht; Bewahren verhinderte zunächst unnötige Brüche.
RFC 6814 erklärte Stream ID 2012 formell für veraltet, nachdem RFC 1122 und RFC 1812 die Option bereits betrieblich für obsolet erklärt hatten. RFC 7126 sah keine heutige Nutzung, kein spezifisches bekanntes Sicherheitsproblem sowie weder betriebliche Auswirkungen noch Interoperabilitätsverluste durch Blockierung; deshalb sollten Router, Gateways und Firewalls Pakete mit Typ 136 verwerfen.
Quellen
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