Laut Berichten aus dem Sudan vom 24. verliert die Landeswährung, das sudanesische Pfund, gegenüber ausländischen Währungen weiter an Wert und erreicht historische Tiefststände. In der Hauptstadt Khartum ist ein Dollar auf dem lokalen Devisenmarkt jetzt 880 sudanesische Pfund wert. Kurz vor Ausbruch des Konflikts im Sudan war ein Dollar 607 sudanesische Pfund wert. Dieser neue Tiefstand bedeutet einen Wertverlust von über 40 %. Zudem hat der saudische Riyal nun ein Allzeithoch erreicht und ist 225 sudanesische Pfund wert.
Inflation, geschwächte Produktion und Betriebsunterbrechungen als Ursachen
Mehrere Faktoren tragen zur Abwertung des sudanesischen Pfundes bei, darunter hoher Inflationsdruck im Sudan, eine geschwächte Produktion, stagnierende Exporte und Unterbrechungen der Geschäftsaktivitäten. Aufgrund des anhaltenden Konflikts fällt es der sudanesischen Regierung derzeit schwer, importierte Waren und Dienstleistungen in „harter Währung“ zu bezahlen.
Dem Land droht eine Rezession
Während der Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces anhält, droht dem Sudan das Risiko einer schweren wirtschaftlichen Rezession und einer weiteren Abwertung des sudanesischen Pfundes in der Zukunft. Adil Mahagu, ein sudanesischer Wirtschaftsexperte, hat sogar vorausgesagt, dass ein Dollar innerhalb der nächsten zwei Monate einen Wert von 1.000 sudanesischen Pfund erreichen könnte, sofern die Zentralbank des Sudan keine Maßnahmen ergreift, um einen möglichen wirtschaftlichen Zusammenbruch abzuwenden.
Bereits im Juli schätzten sudanesische Ökonomen, dass die wirtschaftlichen Verluste durch den bewaffneten Konflikt im Sudan 9 Milliarden Dollar erreicht haben, was 100 Millionen Dollar pro Tag entspricht.

