Zusammenfassung

  • RFC 3974 zeigte, wie ein IPv4-sekundärer MX Mail annehmen konnte, ohne sie an einen IPv6-only Primär-MX weiterzugeben; Präferenz ordnete Kandidaten, schuf aber keinen Pfad.
  • DNS, TCP, SMTP-Annahme, Queue, interne Weitergabe und Endablage waren getrennte Belege.

Redundanz kann am sichtbaren Rand erfolgreich sein und einen Schritt später abbrechen. RFC 3974 setzte den Primär-MX auf IPv6-only und die niedrigeren MX auf IPv4-only. IPv4-Absender erreichten den Ersatz, doch der Ersatz erreichte den Primärserver nicht.

Ein MX-Datensatz liefert Präferenz und Namen. Der Sender sortiert, löst Adressen auf und versucht Zustellung. Die IESG-Notiz verwies für den vollständigen Algorithmus ausdrücklich auf RFC 2821. RFC 3974 war Informational und definierte kein neues Protokoll; später ersetzte RFC 5321 RFC 2821.

Reihenfolge war kein Weiterleitungsnetz

Sender zum gewählten MX und annehmender MX zum Endspeicher sind zwei Kanten. Eine DNS-Liste verbindet die Hosts nicht. Dual-Stack am Primärserver war die einfachste Reparatur; UUCP, Übersetzer oder gemeinsamer Speicher konnten ebenfalls helfen. Entscheidend war die Verantwortung des Empfängerdomains, jede angenommene Nachricht zum Postfach zu bringen.

Die Geschichte reicht über RFC 974, RFC 1123, DNS in RFC 1035 und AAAA in RFC 3596. Derselbe IN-MX-Raum galt für beide Familien; die Präferenz beschrieb keine interne Erreichbarkeit.

Auch DNS-Fehler blieben verschieden. NODATA führte zum impliziten MX, NXDOMAIN zum permanenten Fehler, SERVFAIL zum späteren Versuch. Defekte Server antworteten auf AAAA mit SERVFAIL und hielten Mail in der Queue. RFC 4074 dokumentierte dieses Verhalten später. SERVFAIL bewies weder fehlendes AAAA noch IPv4-Fallback.

Nach der Auflösung folgten TCP und SMTP. Verbindungsfehler führten zu weiterer Adresse oder weiterem MX. Verbindungserfolg eröffnete nur das Gespräch. Temporäre Antwort, permanenter Fehler und Annahme erzeugten unterschiedliche Übergänge. Annahme bedeutete Verwahrung bei diesem MTA, nicht Ankunft am Primärserver.

RFC 7505 definierte später Null MX. RFC 3463 und das IANA-Register ordnen Status. RFC 6724 und RFC 8305 sind spätere Auswahl- und Verbindungskontexte, keine Messung von 2005.

RFC-Editor-Eintrag, Errata und Datatracker belegen Dokumentgeschichte, nicht Ausfallhäufigkeit.

Betrieb muss DNS-Antwort, Adresse, TCP, SMTP-Code, Queue-ID, nächsten Relay und Endablage verfolgen. Ein grüner externer Test kann vor dem internen Fehler enden. Die Annahme durch den Sekundärserver begann die Verantwortung; sie beendete nicht die Zustellung.

Quellen