Zusammenfassung
- Reserved Regions befinden sich innerhalb eines bestehenden Alloy-Realms, sind für andere Kunden nicht sichtbar und werden weiterhin vom Alloy-Partner betrieben
- Sie können im eigenen Rechenzentrum des Endkunden eingerichtet werden und bleiben dennoch Teil der vom Partner betriebenen Alloy-Umgebung
Die Fakten
Oracle teilte am 31. August mit, dass Alloy Reserved Regions bestellt werden können. Jede Region befindet sich innerhalb eines bestehenden Oracle Alloy-Realms und ist für einen bestimmten Endkunden reserviert. Andere Kunden im Realm können sie weder sehen noch abonnieren, während der Alloy-Partner den Dienst weiterhin bereitstellt und betreibt.
Eine Reserved Region kann auch im eigenen Rechenzentrum des Endkunden installiert werden. Dadurch rücken Oracle Cloud-Dienste näher an Workloads heran, für die besondere Anforderungen an Standort, Trennung oder Kontinuität gelten. Oracle positioniert das Modell außerdem für dedizierte Kapazitäten und die Notfallwiederherstellung. Das Unternehmen hat keinen Kunden genannt, keine aktive Bereitstellung angekündigt und nicht offengelegt, wie lange es dauert, eine Reserved Region in Betrieb zu nehmen.
Die Einschätzung
Reserved Regions ermöglichen es Alloy-Partnern, Kunden zu bedienen, die Oracle-Cloud-Infrastruktur an einem bestimmten Standort wünschen oder benötigen, ohne selbst für den Betrieb der Cloud-Plattform verantwortlich zu werden. Eine Region kann ausschließlich einer Organisation vorbehalten und bei Bedarf im eigenen Rechenzentrum dieses Kunden installiert werden.
Bei einer Bereitstellung vor Ort verlagert sich außerdem ein Teil der Umsetzungsarbeiten in die Einrichtung des Kunden. Der Standort muss die Infrastruktur aufnehmen können und angebunden sein, bevor Workloads verlagert werden können. Der Alloy-Partner betreibt den Cloud-Dienst weiterhin. Oracle hat nicht offengelegt, wie lange dieser Prozess dauert oder welche Dienste in den einzelnen Reserved Regions verfügbar sein werden.
Für die Leserinnen und Leser von BTW bedeutet dies: Ein Kunde kann nun eine Oracle-Region auf dem eigenen Gelände betreiben lassen, während der Alloy-Partner weiterhin für ihren Betrieb zuständig bleibt. Die ersten Bereitstellungen werden zeigen, wie viel Arbeit zwischen der Bestellung der Region und der Inbetriebnahme der Kunden-Workloads erforderlich ist.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten sind der erste namentlich genannte Kunde und der Zeitraum zwischen Bestellung und Betriebsbereitschaft. Besonders aufschlussreich wird sein, wo die Region installiert wird, welche Voraussetzungen der Kundenstandort erfüllen muss und welche Oracle-Dienste zum Start verfügbar sind. Diese Angaben werden zeigen, wie viel Arbeit zwischen der Bestellung einer Reserved Region und ihrer Inbetriebnahme liegt.
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