• Die Bezirke müssten Strom‑, Wasser‑, Flächen‑, Bündelungs‑ und Wärmerückgewinnungsbedingungen berücksichtigen, wenn sie geeignete Standorte auswählen.
  • Der Politikentwurf befindet sich noch in der Konsultation und tritt erst nach Abschluss des formellen Annahmeverfahrens in Kraft.

Die Fakten

Die Greater London Authority hat im Entwurf des London-Plans, der am 16. Juli 2026 veröffentlicht wurde, eine eigene Rechenzentrumspolitik vorgeschlagen. Die Politik fordert die Bezirke auf, geeignete Standorte zu ermitteln, wobei Strom‑ und Wasserkapazität, Flächenverfügbarkeit, die Möglichkeit zur Bündelung von Anlagen und das Potenzial zur Rückgewinnung von Abwärme berücksichtigt werden sollen.

Bauanträge müssten zudem nachweisen, dass der vorgeschlagene Standort für die Größe der Anlage geeignet ist und dass Auswirkungen auf Gemeinden und die Umwelt vermieden oder verringert werden können. Die Politik ist noch nicht verbindlich. Die Konsultation endet am 15. Oktober 2026 um 17:00 Uhr. Danach kann der Bürgermeister den Entwurf überarbeiten, bevor er ihn 2027 zur Prüfung einreicht.

Die Bewertung

Der Entwurf würde die Infrastrukturkapazität zu einem Teil der Standortentscheidung machen und nicht zu einem Problem, das erst nach der Landauswahl gelöst werden muss. Entwickler müssten bereits früher nachweisen, dass das lokale Stromnetz, die Wasserversorgung und die Umgebung die geplante Anlage unterstützen können. Das könnte einige Standorte ausschließen, bevor ein vollständiger Antrag vorbereitet wird. Ein Grundstück mag verfügbar sein, doch das Projekt könnte dennoch eine kleinere Auslegung, Netzanschlusserweiterungen oder einen anderen Standort erfordern, falls Strom oder Wasser nicht gesichert werden können.

Auch die Wärmerückgewinnung bräuchte einen realistischen lokalen Nutzer‑ und Anschlussplan, statt ein unerprobtes Designmerkmal zu bleiben.

Für BTW-Leser könnte die Politik schwache Standorte leichter identifizierbar machen, bevor Entwickler weitere Zeit und Kapital binden. Ob sie die Planung verbessert, hängt vom endgültigen Wortlaut ab und davon, ob die Londoner Bezirke dieselben Beweisstandards anwenden.

Worauf zu achten ist

Die Konsultation kann ändern, wie der Plan mit Netzkapazität, Wasserverbrauch, Wärmerückgewinnung und geeigneten Standorten umgeht. Der endgültige Wortlaut sollte zeigen, welche Nachweise Antragsteller vorlegen müssen. Sobald die Politik in Kraft ist, werden die Bezirksentscheidungen zeigen, ob sie ungeeignete Standorte früher ausfiltert oder lediglich den Planungsprozess mit zusätzlicher Dokumentation erweitert.