Zusammenfassung
- Das Gratisvolumen kann spätere Kosten für Transfer, Abruf, Support, zusätzliche Kapazität und Migration verdecken.
- Vor operativen Daten sollten ein normaler Monat, eine Lastspitze und der vollständige Ausstieg kalkuliert werden.
Die problematische Rechnung beginnt selten mit einer spektakulären Position. Sie wächst, wenn aus einem Prototyp ein gemeinsames Archiv wird, Sicherungen zunehmen, Nutzer mehr abrufen oder Unterstützung nötig wird, die im Einstiegstarif fehlt. Dann hängen Anwendung und Daten oft bereits an Schnittstellen, Formaten und Betriebsweisen eines Anbieters.
Der sinnvolle Vergleich lautet deshalb nicht kostenlos gegen bezahlt. Er umfasst die Lebenszykluskosten eines nutzbaren Dienstes: Speicher jenseits des Kontingents, Anfragen, Datenverkehr, Wiederherstellungstests, Zugriffssteuerung, Arbeitszeit und den Wechsel. Datenschutz und Datenstandort können die Ausweichmöglichkeiten zusätzlich einschränken.
Vor der Einführung sollte ein Verantwortlicher das Ende der Gratisbedingungen dokumentieren, Kostenwarnungen setzen und drei Szenarien rechnen. Ein vollständiger Export ist zu testen, solange der Bestand klein ist. Dateien ohne Metadaten und Berechtigungen ergeben noch keine wiederherstellbare Anwendung.
Der nächste belastbare Wert ist der monatliche Stückpreis aus realer Nutzung. Ein Gratisangebot kann einen vernünftigen Einstieg bieten. Ohne Ausstiegsbudget ist es jedoch eine Bindung, deren Preis lediglich später sichtbar wird.


