- Die verfügbare Bandbreite stieg um 16,4 % auf 28,13 Tbps, während die genutzte Kapazität nur um 3 % auf 17,76 Tbps zunahm.
- Daraja soll 2026 in Betrieb gehen und eine 4.108 km lange Route von Mombasa nach Oman hinzufügen, mit Safaricom als Projektinitiator.
Die Fakten
Kenias verfügbare internationale Internetbandbreite stieg im Vergleich zum Vorquartal um 16,4 % auf 28,13 Tbps in den drei Monaten bis März 2026, so die Communications Authority of Kenya. Die genutzte internationale Bandbreite erhöhte sich um 3 % auf 17,76 Tbps, von 17,23 Tbps im vorherigen Quartal. Die Zahlen basieren auf Meldungen lizenzierter Betreiber.
Das Unterseekabel Daraja von Safaricom wird voraussichtlich 2026 in Betrieb gehen, so eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die von Business Daily zitiert wird. Das 4.108 km lange System wird Mombasa mit Salalah in Oman über 24 Faserpaare verbinden. Safaricom ist der Projektinitiator und Meta-Tochter Edge Network Services finanziert das Projekt. Safaricom hält einen Anteil von 32 % am bestehenden TEAMS-Kabel, aber Business Daily berichtet, dass es weiterhin auf SEACOM und Telkom Kenya für Verbindungen zu Kenias Unterseekabelsystemen angewiesen ist.
Die Bewertung
Kenia verfügt bereits über mehr internationale Bandbreite, als die Betreiber nutzen, sodass Daraja nicht einfach einen unmittelbaren Kapazitätsengpass behebt. Für Safaricom besteht die praktische Veränderung darin, dass es eine weitere Route erhält, über die es internationale Kapazität beziehen kann, diesmal über ein Kabelprojekt, an dem es direkt beteiligt ist, anstatt nur auf Zugänge anderer Betreiber angewiesen zu sein.
Wie sehr sich dies auf das Netz von Safaricom auswirkt, hängt davon ab, was nach der Inbetriebnahme des Kabels geschieht. Daraja ist noch nicht in Betrieb, und die verfügbaren Quellen zeigen nicht, wie viel Kapazität Safaricom nutzen wird, wie viel Verkehr es transportieren wird oder ob sich bestehende Kabelvereinbarungen ändern werden.
Für BTW-Leser ist daher die Nutzung der entscheidende Maßstab, nicht die Anzahl der Kabel. Wenn Safaricom nennenswerten internationalen Verkehr über Daraja leitet, würde das Projekt dem Betreiber eine direktere Rolle dabei geben, wie dieser Verkehr Kenia verlässt. Bis dahin bleibt es zusätzliche Infrastruktur, deren betriebliche Nutzung noch nachzuweisen ist.
Ausblick
Die Aktivierung von Daraja ist der nächste konkrete Meilenstein. Nach der Inbetriebnahme können die Daten der Communications Authority zeigen, ob die genutzte internationale Bandbreite Kenias steigt. Angaben von Safaricom zum über Daraja geleiteten Verkehr oder Änderungen an bestehenden Kabelvereinbarungen würden ein klareres Bild davon vermitteln, wie stark die neue Route tatsächlich genutzt wird.

