Zusammenfassung

  • Kaveh Ranjbar schlug freiwillige RDAP-Verweise vom RIPE-NCC-Objekt zum Dienst des Ressourceninhabers für spezifischere Netze vor. Beschlossen ist diese Änderung bislang nicht.
  • Leo Vegoda verlangte eine Prüfung, ob ein Inhaberserver dem Register und anderen Abfragenden dieselbe Auskunft gibt. Erreichbarkeit allein genügt dafür nicht.

Wer pflegt das letzte Stück?

Ranjbar kennt das Register von innen: Laut RIPE-93-Programm arbeitete er fünfzehn Jahre beim RIPE NCC, zuletzt als Chief Information Officer. Heute führt er Whisper Security und betreibt AS219419. Sein Beispiel 2a04:2a01::/32 hat bereits einen RDAP-Dienst auf Inhaberseite.

Die Lücke liegt in der Auffindbarkeit. RDAP führt zur spezifischsten Zuteilung, die das RIPE NCC selbst speichert, und hört dort auf. Betreibt der Inhaber einen Dienst mit Angaben zu untergeordneten Netzen, findet ein Client diesen Dienst nicht über die Registerantwort. Stattdessen könnte der Inhaber Objekte massenhaft in die zentrale Datenbank kopieren; zwei getrennte Datenbestände altern dann unterschiedlich.

Ranjbar schlug vier freiwillige Elemente vor: die Basis-URL des Inhaberdienstes im übergeordneten Objekt, eine Weiterleitung für untergeordnete Abfragen, einen zusätzlichen Link sowie Prüfungen und einen Entzug bei Ausfällen. Das Register würde den Weg weisen, der Inhaber den feineren Datensatz schreiben.

Der heikle Einwand kam laut Sitzungsprotokoll von Vegoda. Ein Server könne dem RIPE NCC eine plausible Antwort geben und anderen Nutzern eine irreführende. Er wollte deshalb sowohl die dauerhafte Erreichbarkeit als auch die Gleichheit der Antworten prüfen. Ranjbar nahm das als offenen Diskussionspunkt auf. Er bat um Unterstützung für eine Folgenabschätzung und einen Arbeitsauftrag der Database Working Group; ein Beschluss steht in diesem Protokoll nicht.

Es fehlt ein datierter Plan für unabhängige Vergleichsabfragen, den Entzug eines falschen Verweises und den Rückfall auf eine verlässliche Registerauskunft. Ein grüner Verfügbarkeitsindikator prüft keine Wahrhaftigkeit.

Quellen: RIPE-93-Vortrag und Kurzbeschreibung; Protokoll der Database Working Group.