Zusammenfassung

  • Die japanisch-britische Ausschreibung für Advanced Connectivity ist nach zwei nationalen Fristen geschlossen: am 6. Oktober für die britische Einreichung und am 7. Oktober für den japanischen Antrag bei NICT.
  • EPSRC und NICT prüfen die Förderfähigkeit jeweils selbst und behalten die abschließende Mittelentscheidung. Die Erklärung vom 9. Oktober erwartet Projektstarts 2027, veröffentlicht aber weder die Zahl der Anträge noch die ausgewählten Teams.

Eine Ausschreibung, zwei Fristen. Der britische Antrag musste bis zum 6. Oktober um 16 Uhr eingereicht werden. Für den vollständigen japanischen Antrag beim National Institute of Information and Communications Technology (NICT) galt der 7. Oktober, 12 Uhr japanischer Zeit. Die Ausschreibung ist inzwischen als geschlossen gekennzeichnet. Die frühere Bekundung des Interesses war noch nicht die Bewertung des vollständigen Förderantrags.

Die beiden Fristen gelten für einen gemeinsamen Projektvorschlag, nicht für zwei unabhängige Vorhaben. Die britische Projektleitung reicht den Antrag über den UKRI Funding Service ein und fügt die e-Rad-Unterlagen bei. Anschließend teilt sie das PDF des gemeinsamen Vorschlags auf sicherem Weg mit der japanischen Partnerprojektleitung. Diese reicht den Antrag über e-Rad ein und ergänzt die NICT-spezifischen Angaben. Die vollständigen Ausschreibungsbedingungen verlangen beide nationalen Einreichungen.

Auch die Entscheidungsbefugnisse sind geteilt. Der Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) und NICT prüfen jeweils Zuständigkeit und Förderfähigkeit. EPSRC koordiniert die Begutachtung durch Fachleute in Abstimmung mit NICT; die abschließende Förderentscheidung treffen beide Einrichtungen. Der Gemeinsame Ausschuss dient der breiteren bilateralen Zusammenarbeit, doch die Ausschreibung weist Prüfung und Mittelvergabe den Förderstellen zu.

Die Budgets bleiben ebenfalls getrennt. EPSRC stellt 3,37 Millionen Pfund bereit, NICT 600 Millionen Yen; vorgesehen sind etwa drei Kooperationen. Je Antrag sind auf britischer Seite höchstens 897.000 Pfund bei einer Förderung von 80 Prozent der Vollkosten und auf japanischer Seite 200 Millionen Yen möglich. Das sind getrennte nationale Budgets und Obergrenzen, kein direkter Vergleich der Beiträge beider Länder. Sofern die Einrichtungen nichts anderes vereinbaren, sollen die Projekte vom 1. April 2027 bis zum 31. März 2030 laufen. NICT ordnet das Programm der frühen Forschung mit Technologiereifegraden 1 bis 3 zu.

Genannt werden unter anderem KI in digitalen Netzen, nicht-terrestrische Netze und fortgeschrittene Optik.

Die Erklärung der 13. Sitzung des japanisch-britischen Gemeinsamen Ausschusses für Wissenschaft und Technologie vom 9. Oktober sagt, dass geförderte Advanced-Connectivity-Projekte voraussichtlich 2027 beginnen. Sie nennt weder die Zahl der Anträge noch das Ergebnis der Begutachtung oder ausgewählte Teams. „Etwa drei“ ist das Förderziel, keine bekannte Zahl bewilligter Projekte. Ein erwarteter Starttermin belegt auch noch keine Förderzusage.

Für Partner mit einem separaten Förderverfahren enthält die Ausschreibung eine zeitliche Sicherung: Die britische Förderung wird ausgesetzt, bis die Finanzierung des ausländischen Partners bestätigt ist. Die Entscheidung darüber muss spätestens drei Monate nach dem geplanten britischen Projektstart fallen. So werden zwei nationale Entscheidungen aufeinander abgestimmt, ohne dass eine Förderstelle über den Haushalt der anderen verfügen kann.

Quellen