Zusammenfassung
- Izumi Okutani von JPNIC zeigte im August 2004, dass APNICs IPv6-Gebühr für National Internet Registries bei der Vergrößerung einer zusammenhängenden Zuteilung den schon berechneten Teil des Präfixes erneut einbezog.
- Im Rechenbeispiel ihres Antrags kostete die Folge /32, /31, /30, /29 insgesamt 78.809 Bemessungseinheiten; ein sofortiger /29-Antrag zählte 37.641. Mit der vorgeschlagenen Differenzrechnung ergaben beide Wege 37.641.
- Die NIR SIG bei APNIC 18 erklärte Konsens über diese enge Korrektur. Der Executive Council billigte sie im November 2004; im März 2005 veröffentlichte APNIC die entsprechende Änderung des Gebührenplans. Eine getrennte Idee für umfassendere Gebührenobergrenzen fand keinen Konsens.
Eine alte Adresse wird erneut neu
Eine NIR erhält einen IPv6-Block /32. Später benötigt sie mehr Raum und bekommt /31. Das neue Präfix enthält den alten Block. Der zusätzliche Adressraum ist neu, der /32-Teil ist es nicht. Izumi Okutani las im damaligen APNIC-Gebührenplan eine andere Behandlung: Die Gebühr pro Adresse sollte für das ganze neue Präfix berechnet werden, unabhängig von der vorherigen Zuteilung. Sie zitierte diese Passage in ihrem Vorschlag prop-022. Der Zähler begann bei jeder Erweiterung wieder oben.
Das war ein Problem an der Schnittstelle zwischen einem regionalen und einem nationalen Register. APNIC teilte den National Internet Registries, kurz NIRs, Adressraum zu und erhob hierfür Gebühren. JPNIC, Okutanis Institution, betreute Mitglieder in Japan. Laut ihrem Text konnten NIRs die redundante Belastung selbst tragen oder das gleiche Schema an die Mitglieder weitergeben. JPNIC gab sie weiter; Okutani schrieb, dafür lasse sich keine vernünftige Begründung geben. Die Person, die vor Ort eine Rechnung erklären musste, hatte die regionale Formel nicht geschrieben.
Die damalige Größe der Rechnung richtete sich nach /48-Äquivalenten unter einem HD-Ratio von 0,80. Okutanis Einwand galt dem Umgang mit bereits zugeteilten Mengen. Wenn eine neue Zuteilung die alte umfasst, darf der bereits berechnete Bestandteil in einer Differenzrechnung wiedererkannt werden. Der Streit über die Höhe einer Gebühr ist schwierig. Ob ein und dieselbe Menge zweimal in die Grundlage rutscht, lässt sich mit einem Stift prüfen.
Vier Schritte, eine schlechte Summe
Ihr Originaltext stellt zwei Wege zu einem /29 gegenüber. Der stufenweise Weg beginnt mit /32, erweitert auf /31, dann /30 und schließlich /29. Die damalige Formel setzte für diese vier Schritte 7.132, 12.417, 21.619 und 37.641 Bemessungseinheiten an. Zusammen sind das 78.809. Der direkte Antrag auf /29 brachte 37.641 Einheiten. Die Differenz von 41.168 entstand durch die wiederholte Erfassung früherer Mengen.
Die Werte sind Recheneinheiten des Beispiels und vergleichen zwei Wege zum selben Präfix. Für die Anreizwirkung genügt die veröffentlichte Regel. Wer absehen konnte, später /29 zu brauchen, hatte im Beispiel einen finanziellen Grund, den großen Block gleich zu beantragen. Wer den Adressbedarf zunächst klein hielt, bezahlte für die eigene Vorsicht.
Okutani schlug vor, beim nächsten Schritt nur den Zuwachs zu berechnen. Beim Ausbau von /32 auf /31 wären das 12.417 minus 7.132. Danach 21.619 minus 12.417, zuletzt 37.641 minus 21.619. Einschließlich des ersten Schritts ergibt die Summe 37.641 – denselben Wert wie beim unmittelbaren /29. Sie änderte damit die Historie der Rechnung, ohne für denselben Endzustand eine neue Mengenskala zu erfinden.
Der Vorschlag enthält zudem ein Beispiel mit einem damaligen Satz von 0,03 US-Dollar. Bei einem /30, der einen vorhandenen /32 umfasst, ergeben 21.619 minus 7.132 Einheiten multipliziert mit diesem Satz 434,61 US-Dollar. Der Text ordnet das Beispiel der Kategorie „Very Large“ zu. Es demonstriert den Rechenweg des Jahres 2004; die entscheidende Änderung war die Subtraktion der früheren Zuteilung.
Ein Konsens mit enger Adresse
Am 2. September 2004 stellte Okutani die Korrektur in der NIR SIG von APNIC 18 auf Fidschi vor. Das Protokoll nennt den finanziellen Nachteil von ISPs, die klein anfangen. Das APNIC-Sekretariat hatte die bisherigen Erweiterungen untersucht und erwartete keinen nennenswerten Effekt auf seine Betriebskosten. Die Anwesenden unterstützten den Vorschlag ohne Gegenstimmen; der Vorsitz stellte Konsens fest. Für die Umsetzung mussten weitere Verfahrensschritte folgen.
Der abschließende Kommentaraufruf gab bis zum 12. November 2004 Zeit und beschrieb die gefundene Einigung als Abschaffung mehrfacher Gebühren für denselben IPv6-Adressbereich bei NIR-Zuteilungen. Das APNIC-Register datiert die Billigung durch den Executive Council auf den 19. November und die Umsetzung auf den 14. März 2005. APNICs Mitteilung vom März meldet die überarbeitete Ziffer 3.4.3 im Entwurf des Gebührenplans und bittet um redaktionelle Prüfung. Das Thema wanderte vom Vorschlag über die Versammlung in den Text, den eine Gebührenstelle anwenden konnte.
Ein zweiter Tagesordnungspunkt zeigt, weshalb die Präzision wichtig war. Toshiyuki Hosaka, ebenfalls von JPNIC, schlug eine weitreichendere Obergrenze für NIR-Gebühren vor. Das Protokoll verzeichnet Fragen zu APNICs Einnahmen, zur Lastenverteilung zwischen direkten Mitgliedern und NIR-Mitgliedern sowie zu großen Zuteilungen. Über diesen Deckel gab es keinen Konsens; stattdessen sollte eine Arbeitsgruppe die Gebührenstruktur untersuchen. Okutanis Antrag zielte auf eine engere, mathematisch überprüfbare Ungleichheit. Über das richtige Preisniveau konnte man streiten und die Doppelzählung dennoch beenden.
Ihre Leistung bestand auch in der Wahl des Blickpunkts. Vom nationalen Register aus sah sie, wie eine regionale Formel bei den lokalen Mitgliedern ankam. Sie nahm den geltenden Satz, legte zwei Wege zum gleichen Ergebnis nebeneinander und schrieb die Ersatzregel gleich mit: Berechne die Differenz zwischen bisheriger und neuer Zuteilung. So ließ sich später am Gebührenplan prüfen, ob die Entscheidung wirklich angekommen war. Das Register musste sich nur erinnern, was es schon gezählt hatte.
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten
